Polizei startet Schwerpunktwochen Radfahrer
Rücksicht keine Einbahnstraße

In dieser Woche wird es ernst. "Wir setzen in der verkehrspolizeilichen Prävention natürlich auch auf Nachhaltigkeit", unterstreicht Hauptkommissar Peter Krämer. Als Sprecher der Amberger Polizeiinspektion zieht er ein erstes Resümee einer in der zurückliegenden Woche gestarteten Schwerpunktaktion zum Verkehrsverhalten von Radfahrern.

In Zusammenarbeit mit dem 26. Ausbildungsseminar der Bereitschaftpolizei Sulzbach-Rosenberg hatten sich junge Beamte für drei Tage im Stadtgebiet an neuralgischen Punkten postiert, um Radfahrer auf ein eventuelles Fehlverhalten anzusprechen. Kostenpflichtige Verwarnungen wurden noch nicht ausgestellt, die Uniformierten beließen es mit dem Aushändigen eines Flyers.

Er appelliert, "Mit Vorsicht und Rücksicht mit dem Fahrrad unterwegs!" zu sein und wies auf verkehrsrechtliche Grundregel für Radler hin. In dieser Woche wird "gezettelt", kündigt Krämer an, die Aktion bei gravierenderen Verstößen nun mit Verwarnungen zu untermauern. Das Augenmerk wird sich unter anderem auf ein rücksichtsvolles Fahrverhalten von Radlern in der Fußgängerzone konzentrieren. Gestattet ist nur Schrittgeschwindigkeit.

Überwacht wird auch, ob Radfahrer vorschriftsgemäß beim Überqueren von Fahrbahnen auf Fußgängerüberwegen absteigen und schieben. Hier gilt das Nabburger Tor als markante Stelle, wo entsprechende Verstöße schon zu Verkehrsunfällen geführt haben. Auch wird kontrolliert, ob Rad- und Fußwege regelkonform genutzt werden. Zahlen, wie es Amberger Radler mit den Verkehrsregeln so halten, kann Krämer nach der ersten Aktionswoche nicht vorweisen, weil es die Beamten bei ermahnenden Worten belassen haben.
Vielleicht lasse sich in ein paar Tagen mehr sagen, spekuliert Krämer, verwahrt sich jedoch, dass es die Polizei auf den gängigen Vorwurf der "Abzocke" von Radlern zu Beginn der Saison anlege. Beschwerden über mehr Rücksichtslosigkeit oder Rüpelhaftigkeit von Radfahrern nähmen jedoch zu, weiß der Polizeibeamte. Mit Zahlen untermauern lasse sich das kaum, die einschlägigen Unfallzahlen im Stadtgebiet blieben eher konstant.

Karl Wellnhofer, Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Amberg Sulzbach (ADFC), charakterisiert die Schwerpunktaktion als "auf jeden Fall richtig", könnte sich an einigen neuralgischen Punkten - etwa dem Nabburger Tor - auch für Radfahrer freundlichere Lösungen der Verkehrsführung vorstellen.
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