03.04.2004 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Polizeidirektion Amberg stellt Verkehrsstatistik für das Jahr 2003 vor Weniger Unfälle, mehr Tote

von Autor HOUProfil

Die schlechte Nachricht voraus: Die Zahl der Verkehrstoten hat im Jahr 2003 mit 56 im Bereich der Polizeidirektion Amberg einen traurigen Höchststand erreicht. Es gibt aber auch eine durchaus positive Kunde, wie sich gestern bei der Bekanntgabe der Verkehrsstatistik heraus stellte: Die Anzahl der Unfälle ging auf 7862 zurück.

Das Missachten der Vorfahrtsregeln ist nach wie vor Hauptunfallursache. Danach folgen Abbiegefehler und die nicht angepasste Geschwindigkeit. Allein damit sind 22 Tote und 358 Verletzte in Zusammenhang zu bringen.

Im Hinblick auf die Beteiligung junger Kraftfahrer an Unfällen berichtete der Amberger PD-Chef Michael Liegl Ungutes: 17 Verkehrstote mussten in diese "Rubrik" eingeordnet werden. "Leute zwischen 18 und 24 Jahren sind nach wie vor die bedeutendste Risikogruppe", bedauerte Liegl.

Die Zahl der Schulwegunfälle stieg um drei auf insgesamt 19. Dabei wurden 16 Kinder verletzt. Die Aufklärungsquote bei Unfallfluchten pendelte sich bei 37,5 Prozent und damit auf relativ hohem Niveau ein. 2003 gab es im PD-Bereich 1200 Unfallfluchten. Bedauert wurde von Liegl die "niedrige Gurtmoral". 5595 Personen wurden in diesem Bereich beanstandet. Einen neuen Negativrekord hat das Fahren unter Drogeneinfluss erreicht: 353 Fälle registrierte die PD Amberg. Das, so unterstrich Liegl, sei bisher nie dagewesen. Erwähnenswert ferner: Die Zahl derer, die nicht angegurtet waren und bei Unfällen den Tod fanden, hat sich im Vergleich zum Jahr 2001 verdreifacht.

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