Sabine Kreiner erzählt von Alter, Mut und Aufbruch
Märchen zeigen Wege

Sabine Kreiner fesselte die Zuhörer mit ihrer Erzählung, Jochen Achhammer steuerte dezente Gitarrenklänge bei. Bild: tpl
Im letzten Teil der Trilogie rund um das Thema Tod und Sterben wurden die Zuhörer in die Welt der Märchen entführt. Der Hospizverein gab der Veranstaltung den Titel "Märchen zeigen Wege - Alles hat seine Zeit".

Märchen als Kulturgut wurden ursprünglich nicht Kindern, sondern vor allem Erwachsenen vorgetragen. Die professionelle Märchenerzählerin Sabine Kreiner beschrieb Nachdenkliches, Mystisches und teils auch Kurioses vom berühmten Märchen der Gebrüder Grimm, den Bremer Stadtmusikanten. Esel, Hund, Katze und Hahn, die ihren Besitzern wegen ihres Alters nicht mehr nützlich waren und getötet werden sollten, gelang es, zu entkommen. Gemeinsam brachen sie auf und machten sich auf den Weg nach Bremen. Mit vereinten Kräften schafften sie es, ein Räuberhaus zu erobern. Da es ihnen so gut gefiel, wollten sie nicht wieder hinaus und blieben.

Die Tiere entsprächen den im Dienst bei der Herrschaft alt gewordenen, abgearbeiteten und durch den Verlust an Leistungskraft nutzlos gewordenen Knechten und Mägden. Mit ihrem Aufbruch, ihrem Zusammenhalt und Mut schafften sie das fast Unmögliche. Sie überlisteten die Bösen, schafften sich ein Heim und somit ein neues Leben.
Mit ihrer fesselnden Erzählweise machte Sabine Kreiner den Zuhörern im Café Zentral deutlich, dass man in schweren Stunden des Lebens nicht aufgeben sollte. Der Hospizverein rät, sich rechtzeitig mit dem Thema Sterben zu beschäftigen, da jeder früher oder später damit konfrontiert wird. Hospiz ist eine Art seine letzte Lebenszeit zu verbringen, zu der die Hospizvereine Hilfen anbieten.

Jochen Achhammer begleitete den Abend mit dezenten und einfühlsamen Klängen seiner Gitarre.
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