16.08.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Schattenseite des Sommers: Mehr Freizeitunfälle Stürze vom Rad oder von Leitern

Brütende Hitze und eine Schwüle, dass man sich ein veritables Gewitter nur so herbeisehnte: Hochsommer herrschte in den vergangenen Wochen. Teilweise waren auch die Mitarbeiter des Rettungsdienstes ganz schön gefordert: Freizeitunfälle, allergische Reaktionen nach Wespenstichen, Kreislaufkollaps.

Ganz so schlimm war es heuer nicht, aber sicherlich hat es Tage gegeben, wo es mal mehr Einsätze waren.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

"Freizeitunfälle hat es auf jeden Fall mehr gegeben", sagt Erwin Gräml, stellvertretender Leiter des BRK-Rettungsdienstes. "Die Leute waren einfach mehr draußen." Jedoch: Signifikant angestiegen sind die Einsatzzahlen in der heißen Phase des Sommers nicht. "Ganz so schlimm war es heuer nicht", lautet seine Bilanz. "Sicherlich hat es Tage gegeben, wo es mal mehr Einsätze waren." Bei den Freizeitunfällen waren es vor allem die Radfahrer und die Reiter, die Hilfe benötigten, die Läufer eher weniger. "Die wissen scheinbar ganz gut mit der Hitze umzugehen, laufen am frühen Morgen oder eben im Wald."

Gelegentlich kam es zu Unfällen im häuslichen Bereich, gerade zu der Zeit, als die Kirschen reif waren. So mancher stieg auf den Baum, um die süßen Früchte zu pflücken - und fiel runter. "Man sollte auf jeden Fall darauf achten, dass die Leiter optimal steht", so ein Tipp von Erwin Gräml für die unfallfreie Ernte, wenn jetzt dann die Zwetschgen reif werden. Häufig seien es betagtere Leute, die auf die Bäume steigen. "Für sie kann ein Sturz aus zwei Metern Höhe mit schweren Verletzungen Folgen für den Rest ihres Lebens haben."

Laut Gräml hat der Rettungsdienst gelegentlich Einsätze, weil jemand auf Wespenstiche allergisch reagierte. "Die Wespen sind jetzt schon gut unterwegs", weiß er. Eines können die Rettungsassistenten und -sanitäter, die für das Rote Kreuz an 365 Tagen rund um die Uhr unterwegs sind, nie voraussagen: Wie viele Einsätze die Schicht bringen wird. "Das stellt man immer erst im Dienst fest", so Gräml. Es gebe Tage, da werde der Rettungsdienst häufig zu Schlaganfällen und psychischen Erkrankungen gerufen, in anderen Zeiten kommt es häufiger zu Herz- und Kreislaufproblemen.

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