26.04.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Scheidender Amberger OB Wolfgang Dandorfer bereitet sich auf Ruhestand vor Einfach ein paar Wochen weg

von Redaktion OnetzProfil

(nt/az) Wolfgang Dandorfer möchte ab 1. Mai radeln, reisen und im Garten arbeiten. Der scheidende Amberger Oberbürgermeister hat genaue Pläne, wie er seinen Ruhestand verbringen will. Nach Frankreich, an die Atlantikküste und zum Bergsteigen soll es gehen. Und mit dem Wohnmobil möchte er mit seiner Frau "drei oder vier Wochen einfach weg", sagte er im Interview mit unserer Zeitung. Eine Freiheit, die Dandorfer jetzt genießen will, denn bislang lief alles anders: "Du planst deinen Urlaub nach deinem dienstlichen Terminkalender - weil es halt auch eine Präsenzpflicht gibt."

24 Jahre stand Dandorfer an der Spitze der Stadt Amberg. Am Mittwoch verabschiedet ihn die Kommune mit zwei großen Feiern. "Du kannst nicht einfach still und heimlich abhauen", hätten ihm Freunde gesagt. In Dandorfers Amtszeit fiel die Gründung der damaligen Fachhochschule, die "absolut nachhaltig" war und Amberg Chancen eröffnet habe, "die die Stadt so nie bekommen hätte". Als zwei weitere herausragende Ereignisse bezeichnet er die Landesgartenschau 1996 und die Landesausstellung.

Als große Enttäuschung empfindet er nach wie vor das Aus für das Bundeswehrkrankenhaus. Und ähnlich geht es ihm mit der Leopoldkaserne, die bald geschlossen werden soll. "Ich bin überrascht, dass die SPD plötzlich meiner Meinung ist und sich ebenfalls für den Erhalt ausspricht. Die Stadt würde sich als Käufer einen Bruch mit diesem Gelände heben. Die 70000 Quadratmeter kann man nehmen, aber die 30 000 Quadratmeter gewerbliche Fläche sind das Problem. Wo willst du die vermarkten? Die Verkehrsanbindung ist eine Katastrophe."

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.