Sie jonglieren mit Familien
Angemerkt

"Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast", sagt ein geflügeltes Wort. Nun ist die Berechnung der Kinderbetreuungsplätze für unter Dreijährige bis Jahresende in Amberg keine Statistik. Und wir können dem Jugendamt bei der Erstellung auch nicht unterjubeln, etwas "gefälscht" zu haben. Schließlich verlässt sich die Behörde auch nur auf die Absichten, Zahlen und Zeiträume, die ihr die Bauherren und Träger neuer Krippenplätze mitteilen.

Aber die Frage ist und bleibt dennoch: Stimmt die Rechnung - im Sinne von: Reichen die vorgelegten Platzzahlen aus? Decken sie den tatsächlichen Bedarf ab? Das darf getrost bezweifelt werden, wenn man sich die derzeit in der Stadt gemeldete Menge von 956 Buben und Mädchen von null bis drei Jahren anschaut (Stand 20. März).

Darauf hob kürzlich bei einer Diskussion beim Amberger Bündnis für Familien auch IHK-Geschäftsstellenleiter Johann Schmalzl ab. "Man darf nicht nur den Rechtsanspruch sehen", sagte er zur geforderten Abdeckung von 35 Prozent, die je nach Zeitraum und Rechenart in Amberg erfüllt wird. "Der tatsächliche Bedarf wird über dieser Quote liegen - und das sollte die ausschlaggebende Zahl sein", mahnte Schmalzl. Dem ist nichts hinzuzufügen - außer: Recht hat er. Das wissen auch die Stadt und alle Kommunalpolitiker, die mit diesen Zahlen jonglieren. Mit Zahlen? Nein, mit Kindern und ihren Familien!

Polizeibericht Amokfahrt mit dem Fahrrad

Amberg. Ein 24-jähriger Fahrradfahrer wurde am Montag, gegen 22.30 Uhr im Bereich der Schenklstraße von einem aufmerksamen Zeugen beobachtet, wie er immer wieder mit seinem Fahrrad vor Autos, die von hinten ankamen, herfuhr und diese an ihrer Weiterfahrt behinderte. In der Marienstraße hielt er ein Taxi an und schlug wie wild mit den Fäusten auf die Motorhaube. Die inzwischen verständigte Polizei traf dann auch kurz darauf am Tatort ein.

Der junge Mann, der offensichtlich erheblich unter Alkoholeinfluss stand, zeigte sich äußerst aggressiv und trat auch noch gegen die rechte Seite des Polizeifahrzeugs. An beiden Pkw entstanden Dellen und entsprechende Schäden in Höhe von schätzungsweise 1000 Euro. Ein Alkotest auf der Dienststelle zeigte dann folgerichtig einen Wert von knapp zwei Promille. Die Ordnungshüter hatten zudem den Eindruck, dass der junge Mann nicht nur Alkohol getrunken hatte, sondern darüber hinaus unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand.

Der Staatsanwalt ordnete die Blutentnahme und die Unterbringung des Mannes im Bezirksklinikum in Regensburg an, da von einer nicht unerheblichen Selbst- und Allgemeingefahr ausgegangen werden musste.
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