Siedlergemeinschaft Gailoh besteht heuer ein halbes Jahrhundert - Jubiläumsfest im Sommer
In 50 Jahren nur vier Vorsitzende

Gründungsmitglieder und langjährige Treue wurden belohnt. Auf dem Bild sind (von links) zu sehen Kreisvorsitzender Rudolf Sitter, Gerhard Breu, Michael Labyk, Otto Günther, Margarete Amann, Ludwig Graml, Mathilde Zeiser, Josef Lehmeier und die Siedler-Vorsitzende Roswitha Sieß. Bild: gj

Ganz im Zeichen des 50-jährigen Bestehens der Siedlergemeinschaft Gailoh stand die Jahreshauptversammlung. Dazu begrüßte Vorsitzende Roswitha Sieß zahlreiche Mitglieder. Nach dem gemeinsamen Essen schilderten Berichte die Geschichte des Vereins. Das eigentliche Fest zum Jubiläum wird im Sommer sein.

Zunächst erinnerte Kreisvorsitzender Rudolf Sitter die Anwesenden in einem Grußwort: "Vor 50 Jahren, also 1963, war Adenauer Kanzler, Lübke Präsident, Dortmund deutscher Meister und der Heizölpreis lag bei 22 Pfennig." Damals sei Erwin Ehebauer zum Vorsitzenden gewählt worden. Ein Amt, das er die folgenden 32 Jahre bis zu seinem Tod bekleidete. Danach sei für drei Jahre Rudolf Messer Chef der Siedler gewesen, berichtete Sitter. Seit 1998 habe Roswitha Sieß das Heft in der Hand.

Nicht wegzudenken

"Nur vier Vorsitzende in diesen 50 Jahren ist nicht unbedingt üblich", so der Kreisvorsitzende. Die Siedlergemeinschaft Gailoh erfreue sich großer Beliebtheit und sei aus dem Stadtbild nicht wegzudenken. Dies sei Verdienst jedes einzelnen Mitgliedes, führte er aus. Idealismus, Gemeinschaftssinn und ein starkes Engagement von Mitgliedern und Vorstand zögen sich wie ein roter Faden durch die Vereinsgeschichte.

Fest gut angenommen

Vorsitzende Sieß sprach in ihrem Bericht gemütliche Kartenabende im Siedlerheim ebenso an wie Gartenbedarfsbestellungen und den Verleih von Geräten. Besonders hob sie das gut angenommene Siedlerfest hervor. Auch die Frauengruppe habe Veranstaltungen wie Kaffee- und Handarbeitsnachmittage aufzuweisen. Den Mitgliederstand gab die Vorsitzende mit 198 an. Für das anstehende Siedlerfest würden fleißige Helfer gebraucht und Frauen, die Kuchen backen.
Auch Frau Sieß ließ die Geschichte aufleben: 38 Grundstücksbesitzer hätten sich damals mit Karl Schwinger und Bürgermeister Georg Hilburger getroffen, um den Verein aus der Taufe zu heben, erklärte sie. Gründungsvorsitzender sei Lorenz Ried gewesen, in der Anfangszeit habe es viel zu besprechen gegeben. Deshalb hätten sich die Mitglieder jeden ersten Freitag im Monat getroffen.

In Erfüllung

Der Wunsch nach einem eigenen Vereinsheim sei mit dem Bau des Feuerwehrhauses 1998 in Erfüllung gegangen. Der Mitgliederstand habe sich in den vergangenen Jahren stets jeweils um 200 bewegt, so die Vorsitzende abschließend. An bevorstehenden Terminen nannte sie Kaffee- und Kartentreffen in den kommenden Monaten sowie das Siedlerfest am 20./21. Juli.

Kreisvorsitzender Sitter gab bekannt, dass Rauchmelder künftig in Eigenheimen Pflicht würden. Er wies darauf hin, dass in Sachen Heizöltanks Abzocker unterwegs seien. Hier sollten Siedler sehr vorsichtig sein, denn gar manche sinnlose Tankprüfung könne sehr viel Geld kosten.

Dann gab es noch Ehrungen verdienter Mitglieder. So ging die Goldene Rose (50 Jahre Mitglied) an Margarete Amann, Ludwig Graml, Otto Günther, Michael Labyk und Mathilde Zeiser, die Geehrten sind alle Gründungsmitglieder. Die Goldene Tulpe (40 Jahre) erhielt Gerhard Breu. Für 30 Jahre Treue bekam Josef Lehmeier das Treuezeichen in Gold.
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