Sitzung der Stiftung bleibt ohne Emotionen - Grundstücke und Geschäftsführer Thema
Im Ausschuss "keine Streiterei"

Man kann nicht einfach den Hebel runterziehen und meinen, dass mit einem Schlag etwas anders ist.
In der öffentlichen Debatte um das Darlehen der Stadt an die Bürgerspitalstiftung fliegen ziemlich die Fetzen. Umso mehr hätte man vielleicht erwarten können, dass es in der nichtöffentlichen Sitzung des zuständigen Gremiums am Montag ähnlich weitergeht. Dass noch einmal die Vorwürfe ausgepackt und hitzig diskutiert werden. Doch weit gefehlt: Wie die AZ erfuhr, hat sich der Stiftungsausschuss sehr sachlich, ohne jegliche Emotionen mit dem Thema beschäftigt. Und das, obwohl der Bericht des Kommunalen Prüfungsverbandes dort erstmals vorgelegt wurde.

Darin ist, wie berichtet, festgehalten, dass die Stadt der Stiftung ein Darlehen gewährt hat, für das es keinen Vertrag, keinen Beschluss und keine Information des Stadtrats gab (siehe auch Seite 15). Darüber jedoch wurde "nicht mehr heiß diskutiert", wie Bürgermeister Rudolf Maier - er sitzt zusammen mit Gertraud Holzner für die CSU im Stiftungsausschuss - zur AZ sagte. "Es hätte auch nichts genützt, wenn man die Dinge, die sowieso schon öffentlich bekannt sind, wieder aufwärmt", meinte Maier und bestätigte, dass "nicht noch einmal die Emotionen rausgelassen wurden". Das passe ohnehin nicht zum Charakter der meisten hier vertretenen Stadträte, die "grundsätzlich harmonisch zusammenarbeiten" würden im Stiftungsausschuss (dem Gremium gehören ferner für die SPD Marianne Kies-Baldasty und Dr. Karl-Heinz Neumeier sowie für die Grünen Helmut Wilhelm an).
"Wir haben ja alle das gleiche Ziel", so Maier für den Ausschuss, "wir müssen sehen, dass die Stiftung vom wirtschaftlichen Ergebnis her besser wird." Auch das war Thema der jüngsten Sitzung, wie Karl-Heinz Neumeier berichtete, der ebenso bestätigte, dass es "keine großen Streitereien" gegeben habe. Nach seiner Auskunft ging es auch um die Frage, was die Bürgerspitalstiftung an Grundstücken hat und was man damit machen kann: Wann man zum Beispiel mit dem Gelände des alten Seniorenheims an der Bahnhofstraße in Sachen Verkauf "vorwärtskommt". Ferner sei es um den neuen Geschäftsführer gegangen, der bereits ausgewählt wurde und nun zum 1. Juli seinen Dienst antreten solle.

Einige organisatorische und betriebliche Änderungen, die in den Heimen bereits angelaufen sind, seien ebenfalls besprochen worden, wie Neumeier und Maier informierten. Nach den Worten des Bürgermeisters ist hier die Umsetzung "noch nicht fertig", weil zu vielem "auch der Personalrat benötigt wird". "Wir wollen ja, dass die Beschäftigten mitziehen", verdeutlichte der CSU-Vertreter die Tatsache, dass manches seine Zeit brauche. Dennoch soll in der nächsten Ausschusssitzung die eingeschaltete externe Beraterfirma Schwan & Partner eine Zwischenbilanz ziehen.
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