29.08.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Sommer ist, wenn alles niest Glosse

von Heike Unger Kontakt Profil

Es ist wieder so weit. Mitten im Sommer klopft der Winter an die Tür. Nein, es geht hier nicht um den August, der sich anfühlt wie Oktober. Und es geht auch nicht um die parallel dazu laufende Invasion der Lebkuchen in den Supermärkten. Die ist zwar albern, aber sie ist nicht ansteckend: Wer mit Weihnachts-Süßigkeiten im Sommer nichts am Hut hat, muss sie ja nicht kaufen.

Einem anderen "Alle-Jahre-Wieder"-Phänomen dagegen kann man nicht entkommen: Es ist wieder Erkältungszeit im Großraumbüro. Die Kollegen, die noch frei atmen können, verzichten inzwischen auf das aufmunternde "Gesundheit!". Abgesehen davon, dass die Floskel inzwischen laut Knigge nicht mehr als höflich gilt, man also anstandshalber besser schweigt: Man käme aus den gut gemeinten Wünschen gar nicht mehr heraus, so oft, wie momentan an den Schreibtischen geniest wird.

Ein Kollege versucht es gern mit dem dezenten Hinweis, dass man sich nicht die Hand vorhalten sollte, sondern die Tröpfchen-Explosion lieber in seinem Ellenbogen versenkt. Aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und niest gern mit der Hand vor dem Mund. Mal sehen, wie gut das Immunsystem arbeitet. Dann ist da ja noch der Geheimtipp eines Imkers: Propolis. Vergangenes Jahr hat's geholfen. Deshalb steht das Fläschchen jetzt wieder griffbereit neben dem Computer-Bildschirm.

Und schon wird man wieder von gegenüber angeschnäuzt. "So lange man nicht angeschnauzt wird", kommentiert der Chef trocken. Der Mann hat Humor. Aber er sitzt auch nicht im Großraumbüro.

heike.unger[at]zeitung[dot]org

Polizeibericht Baugerüst begräbt Hausbesitzer

Schäflohe. Glück im Unglück dürfte trotz seiner Verletzungen ein 66-Jähriger gehabt haben, der unter einem Gerüst begraben wurde. In Schäflohe hatte der Hausbesitzer die Konstruktion selbst aufgestellt, da er Malerarbeiten an der Fassade erledigen wollte. Am Donnerstag gegen 13.20 Uhr wurden die Rettungsdienste und die Polizei darüber informiert, dass das Gestell umgestürzt war und der Mann darunter lag.

Wie die Ermittlungen ergaben, war das Baugerüst nach rechts weggerutscht und so zusammengestürzt. Die Ehefrau des Geschädigten, die daneben, blieb glücklicherweise unverletzt. Einsatzkräfte der Feuerwehr bargen den Mann. Mit Verdacht auf eine Fraktur des Sprunggelenks und einer Kopfplatzwunde kam er ins Klinikum.

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