10.08.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Spanische Nacht zur Kunstausstellung: gutes Programm, guter Besuch Flamenco und Paella zu Picasso

Es passte alles bei dieser spanischen Nacht: das Wetter, die Live-Musik mit Flamenco-Darbietungen und das Essen von ACC-Gastronom Michael Eckl - kurzum das gesamte Flair, das voll auf das südländische Thema abgestimmt war. Das Kongresszentrum als Veranstalter verstand den Abend natürlich auch als "Appetizer" für einen Besuch der Picasso-Ausstellung im großen Saal.

Wenn die Tänzerinnen des Centro Español einen heißen Flamenco oder Tango präsentieren, fällt das Stillsitzen schwer, was die Besucher der Spanischen Nacht im und am ACC aber auch nicht immer taten (linkes Bild). Feurig waren natürlich auch manche typischen Speisen, die ACC-Gastronom Michael Eckl und sein Team gezaubert hatten (rechts). Bild: Huber
von Autor USCProfil

Viele gut gelaunte Gäste nutzten bis Mitternacht die Gelegenheit, zwischen heißer Gitarrenmusik und Paella draußen in Picassos Themen-Welten aus "Antike, Stierkampf und Eros" drinnen einzutauchen. "Kunst, Kulinarik und Musik" war das Generalthema des bunten Abends. Das angekündigte Programm stieß wie schon bei der ersten Picasso-Ausstellung im ACC vor 17 Jahren auf großes Interesse.

Bis Einbruch der Dunkelheit waren kaum mehr Sitzplätze zu ergattern. Den einen oder anderen Spaziergänger hatte wohl auch spontan die feurige Musik der hispano-fränkischen Gitarrengruppe "Gipsy for Life and Friends" von den Vilswegen auf die Restaurant-Terrasse und den Bereich daneben gelockt.

Feuer vom Centro Español

Die aus Nürnberg stammenden Musiker, alles Kinder spanischer Eltern, spielten im Stil der Gipsy Kings. Sie haben sich über die Noris hinaus bereits einen sehr guten Namen gemacht. José Manuel, Antonio El Pipa, José und Racil waren ein Glücksgriff, der mit zum Erfolg dieser beschwingten Sommernacht beitrug. Spanisches Temperament verkörperten Sandra, Eva und Anabel von den Flamenco-Gruppen des Nürnberger Vereins Centro Español, gegründet vor über 25 Jahren.

Ihre Darbietungen zu Tango, Allegria, Buleria, Rumba oder Sevillanas hatten hohes Niveau, das die Zuschauer mit viel Applaus quittierten. Gepflegt wird im Centro Español der typisch spanische Musik- und Tanzstil, der seit 2010 zum Weltkulturerbe zählt. In sechs Gruppen aller Altersklassen üben Kinder und Erwachsene ein- bis zweimal wöchentlich Flamenco.

Die Tänzerinnen, teils spanischer Herkunft und von namhaften inländischen und deutschen Flamenco-Größen unterrichtet, begeisterten mit ihrem großen Repertoire die Gäste in Amberg. Der Centro Español e.V. Nürnberg war 1961 von Gastarbeitern gegründet worden und gehört damit zu den ältesten ausländischen Vereinen Europas. Schon die erste Satzung beinhaltete die Zielsetzung, spanisches Kulturgut in der Fremde zu erhalten und gleichzeitig zur Verständigung zwischen Deutschen, Spaniern und Angehörigen anderer Nationalitäten beizutragen.

Auch kulinarisch heiße Kost

Die Köche des ACC-Restaurants wollten dem Augen- und Ohrenschmaus nicht nachstehen und boten eine große Auswahl iberischer Spezialitäten. Neben kalten Vorspeisen bekannte und weniger bekannte Gerichte wie Paella Valencia, andalusischen Wildschweintopf oder mallorquinisches Zitronenhuhn. Dazu landestypische Getränke und Cocktails. Kulinarisch, inhaltlich und optisch war es eine gelungene Abwechslung im regionalen Kulturangebot, die einige Hundert Besucher sehr zu schätzen wussten.

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