Sparkasse unterstützt Restaurierung historischer Bände
Retter der Geschichte

Archivalien, also alte Dokumente und Urkunden, sind das Gedächtnis unserer Geschichte - leider ein sehr empfindliches Gedächtnis. Denn trotz sehr sorgsamer Behandlung nagt der Zahn der Jahrhunderte sehr an den alten Bänden im Stadtarchiv. Seit 1992 gibt es darum die Aktion "Buch-Paten", mit deren Hilfe wertvolle Archivalien vor dem Zerfall gerettet werden.

Eifrigster Spender ist hier die Sparkasse Amberg-Sulzbach, die die Buchpatenschaften über ihr Kultursponsoring sehr nachhaltig unterstützt. So konnten zwei der Kopialbücher des Amberger Stadtgerichts jetzt mit einem Kostenaufwand von 3000 Euro von einer Fachwerkstätte restauriert werden. Die Bände 366 und 367, die den banalen Titel "Quittungen" tragen, beinhalten eine Vielzahl von Rechtsgeschäften aus den Jahren 1616 bis 1679, die mit Geldzahlungen verbunden waren.

"Wir können die Archivalien nur erhalten, wenn sie restauriert sind", betonte Stadtarchivar Dr. Johannes Laschinger die Notwendigkeit, Geld für den Erhalt der Bände aufzuwenden. Dabei würden dafür ohnehin vorrangig Sammlungen ausgewählt, die viel benutzt werden - beispielsweise die Ratsbücher, die inzwischen vollständig restauriert werden konnten. Die meisten der Bände müssen laut Laschinger aufwendig zerlegt werden, werden von den Spezialisten sorgsam gereinigt, sachgemäß ergänzt und mit historischen Materialien neu gebunden.

"Je älter das Papier, desto besser gelingt das", so Laschinger - schließlich ist klassisches Hadernpapier nahezu säurefrei. Letztendlich kostet die Restaurierung eines einzigen Bandes bis zu 4000 Euro - da ist jeder Betrag, den beispielsweise Amberger Bürger geben wollen, willkommen.
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