Stadt sucht Lösung für Pflasterschäden in Innenstadt
"Muss was passieren"

Josef Witt (ÖDP) spricht von einem Slalom-und Hindernislauf, den Fußgänger in der Unteren Nabburger Straße über sich ergehen lassen müssen. Für Helmut Weigl ist es gar "ein Armutszeugnis". Wie und wann die Stadt die Schäden beheben will, steht derzeit noch nicht fest. Bild: Huber
Amberg. (tk) Als Bewohner der Innenstadt kennt Markus Kühne das Problem aus eigener leidvoller Erfahrung. "Ich bin selbst schon drüber gestolpert", sagte der Baureferent am Mittwoch, als im Bauausschuss von den Pflasterschäden in der Oberen und Unteren Nabburger Straße die Rede war. An den quadratischen Betonplatten, die vor gut einem halben Jahrhundert modern waren, nagt der Zahn der Zeit. Streusalz und Frost haben laut Kühne zu Quellungen und Aufplatzungen geführt. Das verwendete Material sei nicht das beste.

Im Ausschuss stellte sich nun die Frage, wie auf diese Schäden, auf die mit Warnschildern hingewiesen wird, reagiert werden soll. Dass akuter Handlungsbedarf besteht, verdeutlichte OB Wolfgang Dandorfer: "Das ist besonders ärgerlich, weil die Fußgänger oft auf die Straße ausweichen. Wir können uns da nicht raus stehlen. Da muss was passieren." Am sinnvollsten wäre nach den Worten des Baureferenten ein Neuausbau der Oberen und Unteren Nabburger Straße, doch den will der Oberbürgermeister den Anwohnern nicht zumuten. "Wir sollten sie eine Zeit lang in Ruhe lassen", sagte er mit Blick auf die Belastungen während der Sanierung des Nabburger Torplatzes.
Der OB sprach sich letztlich für ein Provisorium aus, denn das Asphaltieren der betroffenen Wege würde gut und gerne fünf Monate dauern. So lange will Markus Kühne aber nicht warten. Eine konkrete Entscheidung gab es am Mittwoch nicht.

Die Mitglieder des Gremiums verständigten sich einstimmig auf die Formulierung, dass sie die Notwendigkeit sehen, die Gelder im Haushalt für derartige Maßnahmen aufzustocken. Denn im Budget des zuständigen Tiefbauamts ist für die Obere und Untere Nabburger Straße aktuell nichts eingeplant.
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