26.08.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Stadt- und Kreisjugendring richten "Young Fever" aus: Vereine zeigen, was sie so alles leisten Die Jugend übernimmt die Altstadt

Stadt- und Kreisjugendring machen gemeinsame Sache und ziehen "Young Fever" auf. Beim großen Fest der Jugendarbeit in der Altstadt am Samstag, 27. September, von 10 bis 14 Uhr demonstrieren einige in SJR oder KJR organisierten Verbände und Vereine, was sie so leisten - nicht nur für die Jugend, sondern für die gesamte Gesellschaft.

Beim Sommerfest des Technischen Hilfswerks im Juni hatte auch die Jugendgruppe ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Bei "Young Fever", dem großen Fest der Jugendarbeit in der Amberger Altstadt ist der THW-Nachwuchs ebenfalls wieder mit von der Partie. Archivbild: wsb
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Ein gemeinsames Fest macht für Horst Pongratz durchaus Sinn. "Vereinsarbeit kennt keine Stadtgrenzen", sagt der Vorsitzende des Stadtjugendrings und verweist auf die evangelische Jugend, die sowohl in der Stadt als auch im Landkreis aktiv ist. Cornelia Bäuml, die an der Spitze des Kreisjugendrings steht, pflichtet ihm bei. Die beiden Vorsitzenden haben Hochachtung vor der Arbeit, die in den Vereinen und Verbänden geleistet wird - nicht nur zum Wohle der Jugend, sondern für die Allgemeinheit. Als Beispiel bringt Pongratz die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk. Die Jugendlichen, die sich dort engagieren werden es später sein, die dann im Ernstfall ausrücken, um anderen zu helfen.

Integration und Zeltlager

Ähnliches gilt für den FSV Gärbershof, der sich laut Pongratz sehr für das Thema Integration engagiert. Vieles, was Vereine leisten, laufe im Verborgenen ab. "Was kaum jemand weiß: Trachtenvereine organisieren Zeltlager für ein paar Hundert Kinder und Jugendliche." All denen, die Jugendarbeit betreiben, möchten Stadt- und Kreisjugendring mit "Young Fever" eine Plattform bieten, sich einmal zu präsentieren - und zwar außerhalb ihres jeweiligen Bereichs. Die Feuerwehren, die Wasserwacht, aber auch die Bergwacht sind laut Cornelia Bäuml in Bezug auf jugendliche Mitglieder noch ziemlich gut aufgestellt. Andere Vereine hingegen haben durchaus zu kämpfen, um Jugendliche zu gewinnen.

Nicht nur jugendspezifisch

Der Vorsitzenden des Kreisjugendrings war es nach eigenen Angaben wichtig, die Blaskapellen dabei zu haben. Deshalb wird eine gemischte Jugendblaskapelle - mit Mitgliedern verschiedener Vereine - für die richtigen Töne bei "Young fever" sorgen. "Einerseits wollen wir den Eltern zeigen, was möglich ist für ihre Kinder. Andererseits wollen wir auch der Politik demonstrieren, wohin die Gelder, die Stadtrat und Kreistag für die Jugendförderung ausgeben, hingehen", erklärt Pongratz die Grundidee der Leistungsschau. "Die Vereine tragen ungemein dazu bei, eine Stadt liebenswert zu machen", betont er.

Der Vorsitzende des Stadtjugendrings arbeitet als Lehrer an der Berufsschule. Alljährlich zu Beginn des neuen Schuljahres will er dann von den Schülern (im Schnitt 16 und 17 Jahre alt), wissen, wer in einem Verein engagiert ist. "Vor Jahren waren das drei Viertel der Klasse, aber das ist deutlich zurückgegangen", so seine Erfahrung. Cornelia Bäuml ergänzt, dass dies nicht jugendspezifisch, sondern ein gesellschaftliches Problem sei. 30 Vereine sind im Stadtjugendring engagiert, 40 im Kreisjugendring. 20 von ihnen präsentieren sich mit verschiedenen Mitmachaktionen bei "Young Fever".

"Wenn die Leute nicht zu den Vereinen kommen, müssen die Vereine eben zu den Leuten gehen", sagt Horst Pongratz, der ebenso wie Cornelia Bäuml hofft, dass die interkommunale Kooperation in den Clubs in Gang kommt. Die Verbände sind an verschiedenen Plätzen in der Stadt (Weinstraße, Schrannenplatz, Zeughausstraße vor dem Landratsamt und Maltesergarten), doch wer den Ehrgeiz hat, alle besuchen zu wollen, wird möglicherweise mit einem Preis belohnt. Denn Stadt- und Kreisjugendring organisieren eine Art Schnitzeljagd.

Wer von jedem teilnehmenden Verein einen Stempel für den Besuch bekommt, nimmt an einer Verlosung teil. Zu gewinnen gibt es einiges, unter anderem Eintrittskarten und Gutscheine.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.