Stadtbrandrat Bernhard Strobl spricht von Start am 1. November - 595 Einsätze für die Feuerwehr
Integrierte Leitstelle im Zeitplan

Drei Männer standen bei der Mitgliederversammlung der Feuerwehr am Freitagabend bei den Ehrungen im Mittelpunkt des Interesses. Matthias Hofmann (Zweiter von links) ist seit 25 Jahren im aktiven Dienst, Josef Adam (Mitte) seit 70 Jahren Mitglied und Albert Prem (Zweiter von rechts) seit 50 Jahren im Verein. Es gratulierten Vorsitzender Josef Singer (links), Stadtbrandinspektor Philipp Seegerer (Dritter von links), Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer (Dritter von rechts) und Stadtbrandrat Bernhard Strobl (r

"Es hat gedauert, bis wir die Pläne auf dem Tisch hatten", sagte Bernhard Strobl, als er im März 2012 bei der Jahresmitgliederversammlung der Feuerwehr zum ersten Mal ein Modell der neuen Integrierten Leitstelle präsentierte. Gut ein Jahr später liegt der sechs Millionen Euro teure Bau im Zeitplan. Bis 25. Mai erfolge der Innenausbau, danach werde die Technik installiert, die Disponenten würden im September geschult. "Der Start ist für 1. November geplant", versprach Strobl.

Auch auf den Digitalfunk ging der Stadtbrandrat ein: "2001 wurde zum ersten Mal darüber geredet, spätestens zur Fußball-WM 2006 sollten wir ihn haben, aber wir haben ihn noch immer nicht." Jetzt aber komme Bewegung in die Angelegenheit. Die Umsetzungsphase habe im Großraum München und Mittelfranken bereits begonnen, im Anschluss folgten Unterfranken und die Oberpfalz. Strobl geht davon aus, dass der Probelauf im Oktober 2014 startet, im Mai 2015 soll der Digitalfunk dann in Betrieb gehen: "Wenn's so läuft."

Insgesamt 87 Brände

Zuvor hatte Stadtbrandinspektor Philipp Seegerer in der Feuerwache einen Überblick über das Einsatzgeschehen des vergangenen Jahres gegeben. Die Aktiven mussten 595 Mal ausrücken: 257 Technische Hilfeleistungen, 157 Sicherheitswachen, 94 Alarmierungen von Brandmeldeanlagen und 87 Brände, darunter sieben Großfeuer (siehe Seite 17). 2011 seien es wegen der sintflutartigen Regenfälle, die Großteile von Ammersricht, Wagrain und Raigering überfluteten, noch 716 Einsätze gewesen. Auch auf den Personalstand ging Seegerer in seinen Rückblick ein. Inklusive der Stadtteilwehren gab es am Stichtag 31. Dezember 327 Aktive und Anwärter, 2011 waren es 328. Die Ausbildung befinde sich auf hohem Niveau, fast 2000 Stunden seien in die Jugend investiert worden.
Über die Aktivitäten des Feuerwehrvereins referierte Vorsitzender Josef Singer. Er nannte die üblichen Feiern (Fasching, Bockbier, Wachfest und Preisschafkopf) ebenso wie die Beteiligung an der Bürgerskulptur. An Stadtbrandrat Bernhard Strobl und -inspektor Philipp Seegerer, die beide seit 15 Jahren im Dienst der Amberger Wehr stehen, überreichte Singer Bilder aller Aktiven. Strobl bedankte sich mit den Worten: "Wir machen das gerne, sonst würden wir das nicht schon so lange machen."

OB jetzt ein Passiver

Strobl war es auch, der ankündigte, dass Karmensölden noch in diesem Jahr ein Staffellöschfahrzeug erhalten werde. Dann seien alle Stadtteilwehren mit einem wasserführenden Fahrzeug ausgestattet. Zudem sollen in diesem Jahr die Schutzjacken für alle Aktiven erneuert werden.

In seinem Grußwort würdigte OB Wolfgang Dandorfer das Engagement der Feuerwehr und versprach, ihr im Herzen treu zu bleiben. Denn kurz zuvor hatte ihn Stadtbrandrat Bernhard Strobl wegen der Überschreitung der Altersgrenze von 63 Jahren vom aktiven in den passiven Dienst versetzt (siehe dazu eigene Meldung "Ehrungen und Beförderungen").

Danach schritten die 79 anwesenden Stimmberechtigten zur Wahl. Sie bestätigten Kassier Peter Reichhardt im Amt. Revisoren sind Matthias Scharl und Roland Inguscio.
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