Statt zwei Euro pro Tag: Monatskarte für 15 und Jahresticket für 120 Euro - Vertrieb noch unklar
Satte Rabatte für Dauerparker

Gute Nachricht für alle Dauerparker, die in der Innenstadt arbeiten: Für sie wird es Rabatte geben. Wie berichtet, sollen die bis dato gebührenfreien Stellplätze in den Parkdecks Kräuterwiese und Marienstraße, beim ACC, in der Ruoffstraße und bei der Hochschule pro Tag zwei Euro kosten. Das sei nicht sozialverträglich, hieß es am Donnerstag in der Sitzung des Hauptausschusses. Die Lösung sind Monatskarten für 15 und Jahrestickets für 120 Euro.

Verkehrsreferent Dr. Bernhard Mitko erntete für diesen Vorschlag Zustimmung. Martin Preuß (CSU) nannte die Preise sehr fair und lag damit auf einer Wellenlänge mit den Stadträten aller anderen Parteien. Nur Wolfgang Hottner (FDP) hatte einen Einwand, einen berechtigten, wie ihm Bürgermeister Michael Cerny attestierte.

Online nicht möglich

Die Idee Mitkos, den Verkauf der Monats- und Jahreskarten über die Verkehrsbehörde der Stadt abzuwickeln, müsse noch einmal überdacht werden. Während der üblichen Öffnungszeiten des Amtes sei es nicht allen Parkern möglich, an die Tickets zu kommen. Hottner schlug vor, die Ausweise, die auf ein Kennzeichen und nicht auf eine einzelne Person festgeschrieben werden (wie bei Anwohnerausweisen), auch im Internet, im Einzelhandel, in Kiosken oder an Automaten zu vertreiben. Der Online-Variante erteilte Mitko eine Absage, weil der Verkehrsbehörde die dafür erforderliche Software fehle.

Zeitpunkt noch offen

Hottner blieb mit seiner Meinung nicht alleine, eine praktikable Lösung fand der Ausschuss aber nicht. Bürgermeister Cerny erteilte dem Verkehrsreferenten einen Auftrag: "Macht mal einen Vorschlag!" Das soll nun in einer der nächsten Sitzungen geschehen. Eile scheint jedoch nicht geboten zu sein. Ambergs Pressesprecherin Susanne Schwab teilte am Freitag auf Nachfrage mit, dass noch nicht feststehe, wann genau das Parken teurer werden soll.

Zu Mitkos Konzept gehört auch eine Erhöhung der Gebühren in der Innenstadt. 30 Minuten kosten dann 50 Cent. Für eine Stunde müssen Autofahrer einen Euro, für 90 Minuten zwei Euro und für zwei Stunden drei Euro bezahlen. Alle Automaten werde bis Mai sicher noch nicht umgerüstet sein, ergänzte Schwab. Diesen Termin hatte die Stadt ursprünglich ins Auge gefasst. (Angemerkt)
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