02.06.2004 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Stolz auf eigene "Königin"

von Heike Unger Kontakt Profil

43 Jahre ist es her, dass Johann Schmid seine Leidenschaft für Kakteen entdeckt hat - als Sohn eines gelernten Gärtners. Heute hat der Amberger, der seinen Kleingarten in der Anlage "Am Anger II" hat, dort eine kleine Sammlung der Exoten, die er von Mai bis September im Freien kultiviert. Dazu gehören natürlich auch "eigene" Züchtungen wie der "Ohrwaschl"-Kaktus, den er als Ableger von einer Urlaubsreise in den Süden mitgebracht hat und einige gepfropfte Exemplare. Besonders stolz ist Schmid aber auf seine "Königin der Nacht", die er vor vielen Jahren selbst gesät hat: "Als die das erste Mal geblüht hat, bin ich nachts auf den Balkon raus und habe zugeschaut", erinnert er sich schmunzelnd.

Wer sich wie Schmid auch selbst an der Vermehrung seiner Kakteen versuchen will, hat verschiedene Möglichkeiten. Dazu gehören Stecklinge: Um sie zu gewinnen, schneidet man von seinem Kaktus ein Stück ab, das man mindestens eine Woche lang trocknen lässt, bevor man es in die Erde setzt. Aussaat von Samen ist ein weiterer Weg. Verwendet werden sollte dazu möglichst sterile Erde, die durch vorherige Erhitzung auf 80 Grad, etwa 15 Minuten im Ofen, gewonnen wird.

Die Samen sollten nach der Aussaat nur angesprüht werden. Wenn die Pflanzen größer werden, müssen sie pikiert und am Rand besprüht werden, um das Wurzelwachstum anzuregen. Beim Pfropfen, einer weiteren Variante, wird ein abgeschnittenes Kaktus-Stück - vorzugsweise eine blühende Sorte - auf einen anderen Kaktus aufgesetzt und etwa eine Woche lang mit einem Gummiband festgehalten.

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