Streckenposten gegen Windschutzscheibe geschleudert - NAC Amberg stoppt Rennen
Abbruch nach Unfall

Das hat es in der über 45-jährigen Geschichte des Neuen Automobil-Club Amberg im NAVC mit insgesamt über 100 Veranstaltungen noch nie gegeben, dass ein Motorsportwettbewerb abgebrochen wurde, weil ein Streckenposten durch einen Unfall verletzt wurde.

Die letzten acht Teilnehmer der Klasse 12 (verbesserte Tourenwagen über 2000 ccm Hubraum) waren auf der Strecke, als ein 24-jährige Fahrer mit seinem PS-Boliden einen Gummi-Pylon zur Seite schleuderte. Der für diesen Streckenabschnitt zuständige Funktionär stellte den Pylon zurück und verließ die Straße, aber der Slalomteilnehmer war nach der Spitzkehre schon wieder auf dem Weg zum Ziel, geriet ins Schleudern und erfasste dabei den Streckenposten, der mit dem Kopf auf die Windschutzscheibe prallte. Der Mann wurde ins Klinikum St. Marien eingeliefert, hat schwere Kopfplatzwunden, ist aber nach letzten Angaben außer Lebensgefahr.

Beim 30. NAC-Automobil-Slalom ging es auf gut 1000 Meter Parcours darum, in möglichst kurzer Zeit vom Start zur Spitzkehre und wieder zurück zum Ziel zu fahren, ohne dabei die als Streckenmarkierung aufgestellten Gummipylone auszulassen oder umzuwerfen, denn dafür wurden Strafsekunden der tatsächlich gestoppten Zeit hinzugezählt. Jeder Slalomteilnehmer hatte einen Trainings- sowie zwei Wertungsläufe, von denen der Bessere zählte. Die Zeitnahme erfolgte auf eine Hundertstel Sekunde genau mit Lichtschranke.
Die gemeldeten Fahrzeuge waren in die Gruppen Serientourenwagen, verbesserte Tourenwagen sowie Formel- und Eigenbau-Fahrzeuge eingeteilt, wobei die Tourenwagen zusätzlich in Hubraumklassen unterteilt waren. Knapp unter einer Minute waren die Zeiten in den kleinen Serientourenwagenklassen, wo auch die NAC-Slalomfahrer mit antraten. Bei den Formel-Fahrzeugen wurde es dann schon etwas lauter und vor allem auch schneller. Zwei Formel-Rennwagen waren am Start und ein aufgemotzter VW Polo, der vor lauter Kraft kaum "laufen" konnte.

Gleich im ersten Wertungslauf markierte Tivadar Menyhart aus Weiden mit 41.84 Sekunden eine phantastische Zeit, an die auch von den schnellen verbesserten Tourenwagen keiner so richtig ran kam. Lediglich Karl-Heinz Thiel aus Nittenau rechnete sich mit seinem NSU TT Chancen aus, die 41,84 Sekunden zu knacken, aber näher als drei Sekunden kam er an den Weidener doch nicht heran.

Insgesamt waren über 80 Teilnehmer gemeldet, die sich spannende Duelle um Sekunden und sogar zehntel Sekunden lieferten, bis dann in der Klasse 12 der Rennunfall passierte. Veranstalter und Sportkommissar hielten es für das Beste, den Automobil-Slalom abzubrechen.
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