Tauben nicht füttern - Umweltamt erinnert an Verbot
Gefahr für Tiere und Menschen

Das Amt für Ordnung und Umwelt erinnert daran, dass gemäß einer Verordnung der Stadt verwilderte Tauben nicht gefüttert werden dürfen. "Das Verbot umfasst auch das Auslegen von Futter- und Lebensmitteln, die von den Tieren aufgenommen werden können", heißt es in einer Mitteilung. Verstöße stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und können mit Geldbußen geahndet werden.

Das Fütterungsverbot gilt als die einzige wirksame und auch tiergerechte Methode, den Bestand verwilderter Tauben zu verringern. Aus dem Rathaus heißt es: "Gelingt das nicht, so kann dies unter Umständen große Probleme für Mensch und Tier mit sich bringen." Auch birgt ein Füttern für die Tauben selbst eine Gefahr. Denn die einseitige und nicht artgerechte Ernährung durch Weizenprodukte und Essensreste macht sie anfälliger für Erkrankungen und Parasitenbefall. Eine Gefahr zu verhungern besteht für die Tauben dabei übrigens nicht. Zudem sind durch hohe Populationen Menschen einer Infektionsgefahr ausgesetzt.
So können die Tiere unter anderem die gefürchteten Taubenzecken, aber auch verschiedenartige krankheitserregende Keime übertragen. Da diese auch im Taubenkot vorkommen, ist es möglich, dass sich immungeschwächte Menschen bereits durch einen Kontakt mit den Ausscheidungen infizieren und erkranken.

Nicht zuletzt können die enormen Kotmassen, die von den Tauben produziert werden - pro Tier rechnet die Stadt mit bis zu zwölf Kilogramm im Jahr - aber auch zu Problemen an den Gebäuden führen. Die Verunreinigung ist dabei noch das geringere Problem. Vielmehr ist die Gefahr groß, dass die historischen Fassaden durch die Hinterlassenschaften angegriffen und geschädigt werden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.