31.08.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Umstrittenes Gegentor in der Nachspielzeit kostet FC Amberg den Sieg - 2:2 gegen TSV Großbardorf "Das haut uns nicht um"

Natürlich wurmte ihn der später Ausgleichstreffer. Doch Trainer Timo Rost sah nach dem 2:2-Unentschieden des FC Amberg gegen den TSV Großbardorf das Positive: "Wir sind absolut auf dem richtigen Weg und machen konzentriert weiter."

Volles Risiko ging Ambergs Torhüter Matthias Götz in der 15. Minute, als er sich dem allein auf ihn zustürmenden Pascal Stahl entgegenwarf und ihn von den Beinen holte. Den Strafstoß verwandelte Stefan Piecha zur 1:0-Führung für den TSV Großbardorf. Bild: Ziegler
von Autor LSTProfil

Von den 500 Zuschauern gab es am Samstag viel Applaus nach der besten Saisonleistung der Gelb-Schwarzen. Dass diese trotz einer 2:1-Führung bis kurz vor Schluss nicht komplett belohnt wurde, war für den FC-Trainer "ärgerlich, aber auch nebensächlich. Das haut uns nicht um. Für mich entscheidend ist, dass wir in unserer Entwicklung wieder einen Schritt nach vorne gemacht haben".

Mit Graml und Werner

Im Vergleich zum 5:1 im Derby bei der DJK Ammerthal stellte Rost auf zwei Positionen um. Für Marco Seifert spielte der Doppeltorschütze Benjamin Werner von Beginn an und Flügelflitzer Andreas Graml durfte für Michael Brandl ran. Nach einer Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen ehemaligen Amberger Spieler und Funktionär Ferdinand Glaser begann die Begegnung, in der die Gastgeber die Unterfranken beherrschten und über die gesamte Spielzeit gesehen, so Rost, "nur zwei wirkliche Chancen" zuließen.

Eine davon in der 15. Minute, als die Amberger in der Vorwärtsbewegung den Ball verloren und Manuel Leicht den kurz zuvor eingewechselten Pascal Stahl am Amberger Strafraum anspielte. FCA-Torhüter Matthias Götz riskierte Kopf und Kragen, ging volles Risiko und traf Stahl. Schiedsrichter Wolfgang Wallesch pfiff Elfmeter, den Stefan Piecha (15.) sicher verwandelte.

Wie schon in Ammerthal zeigte die Rost-Elf die entsprechende Reaktion, kämpfte, rackerte und spielte munter weiter. Nach einigen Ecken, wobei das Gesamtverhältnis von 16:4 dem Spielverlauf entsprach, hatten zunächst Frank Lincke (24.) und dann Sven Seitz mit einer Volleyabnahme aus 16 Metern (26.) dicke Chancen für die Gastgeber. "Wir haben den Gegner beherrscht, aber es leider versäumt, unsere Möglichkeiten zu verwerten", sagte Rost. Belohnt wurden die Gelb-Schwarzen kurz vor dem Pausenpfiff: Andreas Graml spielte einen Traumpass auf Benjamin Werner, der keine Mühe hatte, den längst überfälligen Ausgleich zu markieren.

Auch im zweiten Durchgang das gleiche Bild: Amberg ließ Ball und Gegner laufen, die "Gallier" warteten auf Konter. Aber wirklich nennenswerte Strafraumszenen gab es nur für den FC Amberg. Christian Knorr (54.) setzte seinen Versuch knapp am linken Pfosten vorbei, Oliver Gorgiev verfehlte ebenso (55.) wie Seitz mit einem Freistoß (60.), der knapp über die Latte strich. So war es eine Standardsituation, die zum Amberger 2:1 führte: Julian Ceesay hämmerte in der 75. Minute einen 25-Meter-Freistoß unhaltbar in die Maschen. Vier Minuten vor Schluss jubelten die Amberger und ihre Fans über das 3:1 von Marco Seifert, doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits und gab den Treffer nicht.

Kein Abseitspfiff

Anders entschied er dann in der Nachspielzeit: Eine Großbardorfer Ecke klärte die FCA-Abwehr, bei der anschließenden Flanke Richtung langen Pfosten spielten die Gastgeber auf Abseits. Und ein Großbardorfer, der schließlich den Ball mit dem Kopf quer auf Simon Snaschel legte, stand wohl darin - doch der Treffer zum 2:2-Ausgleich (90.+2) von Snaschel zählte. Pech für den FCA, der zwei verdiente Zähler verlor.

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