Unfall mit Regionalzug: THW probt am Bahnhof
Im Extremfall 200 Verletzte

Der für die Region zuständige Notfallmanager der Bahn stellte dem Technischen Hilfswerk für die Übung einen regulären Triebwagen zur Verfügung. Für die Retter war es wichtig, den Aufbau eines Zugabteils kennenzulernen, um im Ernstfall schnell und effektiv handeln zu können. Bild: hfz
Diese Meldung wünscht sich niemand: "Unfall mit voll besetztem Regionalzug" - um dennoch im Falle eines Falles kompetent und zielgerichtet handeln zu können, trafen sich rund 25 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) zu einer Ausbildung auf einem Nebengleis am Amberger Bahnhof.

Franz Sperl, der für die Region zuständige Notfallmanager der Deutschen Bahn, stellte einen Triebwagen bereit, wie er mehrmals pro Stunde im Regionalverkehr unterwegs ist. Mehr als 2000 Liter Treibstoff in den Tanks und bis zu 1000 Volt Spannung an Bauteilen, die im Normalfall geschützt sind, können aber zur Gefahr für die Rettungskräfte werden.

Die Experten zeigten Möglichkeiten auf, wie ein Schienenfahrzeug im Unglücksfall sicher und zügig abgeschaltet werden kann. Das Öffnen der Türen wurde ebenso besprochen wie das Schaffen alternativer Zugänge, um Menschen evakuieren zu können. Wie wichtig derartige Übungen sind, verdeutlichten die Zahlen: In einer Zugeinheit finden über 200 Passagiere Platz. Für die Helfer ist es daher notwendig, den inneren Aufbau eines Abteils zu kennen.
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