15.07.2004 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Verabschiedung von Volksbank-Legende Norbert Schmidt Eine Ära geht zu Ende

von Jürgen Herda Kontakt Profil

"Eine Ära geht zu Ende", mochte es Aufsichtsratsvorsitzender Johann Albert Holzner kaum fassen, "dass du so mir nix, dir nix in die Rente gehst - und nach einem halben Jahr offenbar immer noch Freude daran hast." Vom Lehrling, der 1960 bei der Volksbank angeheuert habe, zum Bankdirektor der Volksbank-Raiffeisenbank habe es Norbert Schmidt in den über 40 Jahren beim mittelständischen Geldinstitut gebracht - fast 25 Jahre davon im Vorstand, knapp 20 Jahre als dessen Vorsitzender. In dieser Zeit habe sich nicht nur die Bilanzsumme vervielfacht, er habe vor allem "mehr für uns Kunden" getan, als einer Bank eigentlich recht sein könnte.

"Eine Bank ist so gut, wie ihr Personal - und das ist abhängig von der Führung", lobte OB Wolfgang Dandorfer den fröhlichen Rentner: "Er ist ein Amberger mit Leib und Seele, liebt diese Stadt und mag ihre Leute." Daraus resultierten die sehr persönlichen Beziehungen, die Schmidt zu seinen Kunden gepflegt habe: "Egal, ob es sich dabei um einen ganz normalen Sparer oder um einen Unternehmer gehandelt hat."

Landrat Armin Nentwig verlieh dem überraschten Banker gar die silberne Landkreismedaille für das, was Schmidt "auch und gerade für den Mittelstand und die Bürger des Landkreises" getan habe. Immerhin stammten ein Drittel der Kunden aus demselben.

Der so sehr Geehrte konterte mit feiner Ironie: "Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich derselbe bin, über den Sie gerade gesprochen haben." Dennoch würde er sich über die netten und persönlcihen Worte der Gratulanten natürlich freuen, auch wenn er mit Kritik leichter umgehen könne als mit Lob - "dagegen kann man sich nicht wehren!"

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