15.07.2004 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Volksbank-Raiffeisenbank: Bilanzergebnis 2003 entspricht der Wirtschaftsentwicklung in Amberg Bank als Spiegelbild der Region

"Eine Bank, die der Region verhaftet ist, ist immer ein Spiegelbild - die Bilanz macht es überdeutlich." OB Wolfgang Dandorfer verglich bei der Vertreterversammlung der Volksbank-Raiffeisenbank Amberg eG am Dienstag im Musikomm die bescheidenen Zahlen der Mittelstandsbank und der Kommune: "Geringe Investitionen und die Konsumzurückhaltung" machten sich hier wie dort bemerkbar."

von Jürgen Herda Kontakt Profil

Auch wenn die Zahlen, die Vorstand Wolfgang Eger vortrug, seit der Bilanzpressekonferenz vom April bekannt waren - es war dennoch keine Routineveranstaltung. Schließlich hatten der Vorstand, der Aufsichtsrat und die 55 wahlberechtigten Vertreter Dienstagabend in gut zwei Stunden plus Abendessen zwei altgediente Banker zu verabschieden, zwei neue Führungskräfte stellten sich den Gremien vor. Mit großem Bahnhof wurde der langjährige Vorstandsvorsitzende Norbert Schmidt nun auch offiziell geehrt (siehe auch Artikel darunter), der bereits seit einem halben Jahr seinen Ruhestand genießt.

Ebenfalls altersbedingt schied Aufsichtsratsmitglied Josef Bäumler aus, dem sein Vorsitzender Johann Albert Holzner bescheinigte: "Du hast dich seit der Verschmelzung vor 27 Jahren besonders für die Volksbank-Raiffeisenbank Gebenbach und Poppenricht eingesetzt."

Zwei neue Besen

Als neuer Vorstand schritt Dieter Paintner ans Rednerpult, der 1986 als Azubi bei der Volksbank angefangen hatte: "Neben meiner langjährigen Erfahrung in der Kreditabteilung durfte ich mich durch den Besuch der Akademie der Genossenschaften für diese Aufgabe qualifizieren." Der gebürtige Amberger war vorher Prokurist, ehe er vor einem halben Jahr als 40-Jähriger in den Vorstand berufen wurde. Die Prokura wurde Bruno Zeiler, einem "Nikolaus", Jahrgang 1968, aus Kümmersbruck übertragen, der ebenfalls dem eigenen Nachwuchs entstammt.

Vorstand Wolfgang Eger ließ die weltpolitischen Entwicklungen und die wirtschaftliche Misere in Deutschland des vergangenen Jahres Revue passieren und setzte diese in Relation zum Bilanzergebnis: "Die Bilanzsumme nahm um 2,6 Prozent oder 11 414 Millionen auf 432 526 588,43 Euro ab." Das geringste Wirtschaftswachstum seit zehn Jahren, Stagnation, Skepsis und fehlende Investitionen seien dafür verantwortlich (mehr Zahlen im Kasten daneben).

100 Prozent Zustimmung

Die Vertreter erklärten sich per Handzeichen mit den Vorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat zu 100 Prozent einverstanden: Jeweils einstimmig wurden beide Gremien entlastet und der Jahresabschluss abgenickt. Dem auf sechs Mitglieder reduzierten Aufsichtsrat gehören weiter die wiedergewählten Albert Holzner und Heribert Babl an. Auch die Verwendung des Bilanzgewinns fand den Gefallen aller Stimmberechtigten - eine Dividende von vier Prozent wurde abgesegnet.

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