Werdegang und Werk des Historikers, Archivars und Schriftstellers August Sperl beleuchtet
Ungewöhnliche Persönlichkeit

Lokales
Amberg in der Oberpfalz
26.04.2013
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Eine Straße erinnert in Amberg noch an ihn, den Historiker, Archivar und Schriftsteller August Sperl, der in vielfältiger Weise mit der Vilsstadt und der Oberpfalz verbunden war. Der Lebenslauf Sperls, sein beruflicher Werdegang und die Würdigung seines schriftstellerischen Werks standen im Fokus der Betrachtungen bei einem Vortragsabend zu dessen 150. Geburtstag im vergangenen Jahr unter der Federführung des Staatsarchivs und Historischen Vereins Regensburg, Ortsgruppe Amberg.

Die kleine Ausstellung zu Leben und Werk von Dr. August Sperl zum Vortragsabend ist noch bis zum 30. April während der Öffnungszeiten des Staatsarchivs zu besichtigen.

Die Leiterin des Staatsarchivs, Dr. Maria Rita Sagstetter, begrüßte zum Vortragsabend in den Räumlichkeiten des Staatsarchivs einen kleinen Kreis Interessierter, der die Möglichkeit nutzte, die ungewöhnliche Persönlichkeit des August Sperl und dessen außergewöhnliches Wirken kennen zu lernen. Jesko Graf zu Dohna vom Fürstlich Castell'schen Archiv widmete sich der Biographie des August Sperl und den Stationen seines Lebens.
Wenn August Sperl auch am 5. September in Fürth geboren und 1926 in Würzburg verstorben sei, habe er seine Wurzeln väterlicherseits überwiegend in der Oberpfalz gehabt, erklärte Graf zu Dohna, der auf die Herkunftsfamilie des Archivars und Schriftstellers einging. Schon in seiner Kindheit habe Sperl viele Ortswechsel durch die Versetzung seines Vaters hinnehmen müssen. Die Ortswechsel setzten sich laut Referent auch während seines Studiums der klassischen Philologie und Geschichte in Erlangen, Tübingen und München fort.

Kurzes Lehrerdasein

1890 folgte die Promotion zur "Geschichte der Gegenreformation in den pfalz-sulzbachischen und hilpoltsteinischen Landen". Dem Studium schloss sich ein kurzes Lehrerdasein in der Studienanstalt in Amberg und dann seine berufliche Laufbahn als Reichsarchivarpraktikant am Kreisarchiv in Amberg an.

Schon hier habe seine schriftstellerische Tätigkeit mit den Romanen "Die Fahrt nach der Urkunde" und Hans Georg Portner" begonnen. Von 1891 bis 1901 sei er laut Graf von Dohna Kreisarchivsekretär in Amberg gewesen, um dann 1902 bis 1907 das Fürstlich Castell'sche Archiv in Castell am Steigerwald zu führen.
Auf sein Leben und Wirken als Privatperson, Archivar und Schriftsteller mit seinen Veröffentlichungen ging der Referent detailliert ein. Als August Sperl im Oktober seine Zeit in Castell vollendet hätte, habe er mit Genugtuung zurückgeschaut. "Ich habe mit Freuden dem hohen Hause Castell gedient und werde bis auf mein Ende stolz darauf sein, dass ich ein Castellscher gewesen bin." Dann folgten die Ausführungen des Historikers und Referenten im Hessischen Ministerium der Finanzen Johannes Schellakowsky M.A aus Wiesbaden, der auf das umfangreiche literarische Werk des August Sperl einging.

Historische Romane

Es umfasste besonders historische Romane und Novellen, die zumeist reale historische Ereignisse oder Personen zum Gegenstand gehabt hätten und eine enorme Popularität erlangten. Der Historiker der Universität Würzburg Dr. Peter Süß bereicherte den Vortrag mit unveröffentlichten Gedichten, die bei den Zuhörern bestens ankamen.
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