Zeitzeugen berichten von Eindrücken beim Wrack
Zwei Überlebende?

(schß) Für den Heimatforscher Helmut Birner blieben nach dem Abend in Heinzhof noch einige Fragen offen. Deshalb organisierte er mit Heimatpfleger Josef Schmaußer ein Treffen mit den Zeitzeugen, die Angaben zum Absturz und den Eindrücken danach machen konnten.

Georg Zimmermann (Jahrgang 1934) und die Zwillinge Xaver und Alfons Donhauser (Jahrgang 1931) besuchten damals die Volksschule Erlheim und wurden, als Luftalarm gegeben worden war, von ihrem Lehrer Richard Hösl vormittags nach Hause geschickt. Die drei Buben eilten zur Absturzstelle und berichteten über ihre grauenhaften Eindrücke.

Sepp Zitzmann und Georg Lautenschlager arbeiteten auf einem Feld und beobachteten, ebenso wie die Wirtin Anna Jäger (Jahrgang 1920), den Luftkampf. Viele Fragen bleiben offen. So berichtete Georg Zimmermann von zwei Fallschirmen, die er gesehen hatte.

Fanny Haider aus Hausen beobachtete als 13-jähriges Mädchen, dass nach der Übergabe des Gefangenen Leo Opalka am nächsten Tag ein (anderer) Soldat unter einer Plane versteckt in Richtung Lauterachtal gebracht worden war. War dies der zweite Soldat, der vielleicht anfangs überlebt hatte? Vier Soldaten wurden nahe der Unglücksstätte beerdigt.

Helmut Birner sucht noch nach historischem Bildmaterial vom Unglückswrack. Er würde sich über weitere Hinweise sehr freuen.
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