30.07.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Zollstaffel Waidhaus präsentiert Können beim Amberger Verein für Deutsche Schäferhunde: Spiel, Kampf und Schutz

Bei der Suche nach Rauschmitteln zeigt der Hund entweder aktiv durch beißen und kratzen, dass er etwas gefunden hat oder bleibt passiv, etwa bei der Durchsuchung einer Person. In diesem Fall "friert" er bei einem Fund ein, wie die Situation im Bild zeigt.
von Autor LEVProfil

"Wenn so ein Hund zupackt, sind da nicht nur blaue Flecken, da ist schon mehr passiert", weiß Hundeführer Erwin Pirthauer aus eigener Erfahrung. Wenn ein Angriff abgewehrt werden muss, sind die Zollhunde mit vollem Einsatz dabei und machen keine halben Sachen. Nun präsentierte die Staffel Waidhaus das Können ihrer Vierbeiner.

Eingeladen hatte die Hundeführer der Vorsitzende des Vereins für Deutsche Schäferhunde Amberg 58, Armin Hertlein: "Dieses Wochenende haben wir eine überregionale Leistungsprüfung für die jüngeren Hundeführer. Um ein bisschen Programm zu machen und sie zu animieren, wollten wir die Arbeit der Zollhunde zeigen."

Ob Auto oder Person

Die Chefs der Tiere präsentierten mit ihren Schützlingen unter anderem die Vorgehensweise bei der Suche nach Rauschmitteln. Die Hunde bekamen dabei unterschiedliche Szenarien vorgesetzt: sie mussten Gepäck und Auto absuchen. Aber auch das Rauschgift an einer Person zu finden, war für sie kein Problem. Zollhundetrainer Erwin Pirthauer erklärte, wie die Hunde antrainiert werden und wie bei Einsätzen vorgegangen wird. Nicht nur bei Durchsuchungen werden die Vierbeiner eingesetzt, sondern auch bei Personenkontrollen: "Wenn der Hundeführer Dienst hat, ist das Tier immer dabei, die sind quasi eine Einheit." Auch hier gibt es unterschiedliche Situationen; wenn der Kontrollierte sich unkooperativ zeigt, kann der Hund ihn erst mal anbellen. Wird er handgreiflich, wehrt er einen Angriff auch erfolgreich ab.

Am besten integriert

Die Staffel Waidhaus-Wernberg verfügt über elf Tiere, neun davon sind Schäferhunde: "Die Schäfer eignen sich von ihrem Umweltverhalten her am besten. Außerdem lassen sie sich in die Familien der Hundeführer am besten integrieren", berichtete Pirthauer. Die Vierbeiner werden im Alter von ein bis zwei Jahren angekauft. Dabei sei wichtig, dass der Hund ein gewisses Talent mitbringt: "Der Spiel- und Kampftrieb müssen gut ausgeprägt, die Schutzeigenschaften müssen deutlich sein."

In der Probephase werden die Jungen tierärztlich untersucht, denn nur absolut gesund eignen sie sich für den Dienst, sie gewöhnen sich an ihren Führer und durchlaufen einige Probetrainings. Erst danach wird entschieden, ob der Hund sich für den Zolldienst tatsächlich eignet und die Ausbildung machen kann. Im Dienst bleiben die Vierbeiner unterschiedlich lang: "In der Regel zwölf bis 13 Jahre, so lange, wie sie die Leistung bringen." Danach werden sie ausgemustert, leben jedoch bei ihren Hundeführern weiter. Seit neuester Zeit bekommen die Hunde sogar eine kleine Pension.

Nach der Vorführung beantworteten die Hundeführer ausführlich zahlreiche Fragen. Sie erzählten den Interessierten aus dem Alltag der Zollhundestaffel.

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