17.08.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Zur Geschichte des Josefshauses

von Redaktion OnetzProfil

Eckdaten zum Josefshaus finden sich in der Geschichte der Kolpingsfamilie Amberg. Den Aufsatz dazu verfasste der Leiter des Stadtarchivs, Dr. Johannes Laschinger: Die offizielle Einweihung als "Gesellenhaus" erfolgte 1893. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs stand das Gebäude der Kolpingsfamilie nicht mehr zur Verfügung. Es war teilweise mit der Wehrmacht, teilweise mit Schwestern der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) belegt worden.

"Die Schwierigkeiten hielten auch nach dem Zusammenbruch 1945 an, als das Josefshaus als Flüchtlingshaus Verwendung fand", schreibt Dr. Laschinger. Erst zwei Jahre später stand es der Kolpingsfamilie wieder zur Verfügung. "Freilich waren enorme Kraftanstrengungen nötig, um das heruntergekommene Haus wieder in Stand zu setzen. 1955 wurde der Umbau des Josefshauses mit großer finanzieller Unterstützung der Stadt Amberg, der dafür ein Nutzungsrecht vor allem des großen Saales eingeräumt wurde, vorgenommen; 1956 konnte der Festsaal die kirchliche Weihe empfangen", so der Stadtarchivar. Zu dieser Zeit brachte wohl Michael Mathias Prechtl (damals etwa 30 Jahre alt) sein Kunstwerk an der Fassade an.

Für das Josefshaus gab es allerdings auch noch einen dritten Bauabschnitt: Das Wohnhaus im Kolpinghaus St. Josef wurde 1961 eingeweiht. Ein weiterer Umbau erfolgte 1978/79. Laschinger: "1997 sah sich der Verein Kolpingshaus St. Josef e.V. gezwungen, Konkurs anzumelden und das Josefshaus zu verkaufen."

Aktuell ist es im Besitz der Baufirma Staufer aus Rieden. Auf Nachfrage der AZ wollte sich der Inhaber der Firma, Markus Staufer, nicht zur Zukunft des Gebäudes, das seit geraumer Zeit leer steht, äußern. (roa)

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