10.7 Millionen für Amberger Max-Reger-Gymnasium
Sanierungs-Kraftakt geht weiter

Gehen es mit Herzblut an: MRG-Leiter Wolfgang Wolters (rechts) und sein für das Projekt zuständiger Kollege Christoph Matz blühen förmlich auf, wenn es um die weitere Sanierung ihrer Schule geht. Bild: Steinbacher
Politik
Amberg in der Oberpfalz
19.12.2016
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Der Innenhof des vierflügeligen Altbaus des Gymnasiums: Der südöstliche Trakt (rechts im Bild) steht nun zur abschließenden Generalsanierung an. Im Zuge dieses 10,7-Millionen-Euro-Projekts bekommt die Rückseite der Front zum Kaiser-Wilhelm-Ring (links im Bild) einen zweigeschossigen Glasanbau als Mehrzwecksaal. Bild: Steinbacher

Haushaltssitzung in München, Erleichterung in Amberg. Und das, obwohl weitere zweieinhalb bis drei Jahre im musischen Max-Reger-Gymnasium (MRG) nicht nur erbauliche Schulkonzerte, sondern auch Baulärm den Ton angeben werden.

Mit ein paar Unterbrechungen ist das schon mehr als zehn Jahre so. Das ehrwürdige Gymnasium wird Bauabschnitt um Bauabschnitt generalsaniert. Jetzt ist die Nummer III dran. 10,7 Millionen Euro sind dafür veranschlagt, der bisher größte Brocken. Der Landtag gab die Mittel im Zuge der Verabschiedung des Doppelhaushaltes 2017/18 frei, und Schulleiter Wolfgang Wolters atmete hörbar auf: "Das war ein ganz langer und mühevoller Kampf."

Im gleichen Atemzug schwärmt der Oberstudiendirektor "von dem sehr engen Miteinander" aller Beteiligten, auch der Eltern. Da habe sich gezeigt, dass es hier "um ein Projekt, in dem sehr viel Herzblut steckt", gehe. Bauarbeiten während des laufenden Unterrichts, das ist für viele Schulen ein Horrorgedanke. Wolters und seinen in der Schulleitung für das Projekt zuständigen Kollegen, Studiendirektor Christoph Matz, scheint dieser Gedanke zu beflügeln.

Der große Rest

Gewohnt ist das MRG lärmende Arbeiter im Haus seit 2005. Ernsthafte Beschwerden seitens der Schüler, Eltern oder Kollegen habe es nie gegeben, heißt es. Selbst, wenn phasenweise beim Klassenzimmer-Wechsel alle den Weg über einen verregneten Pausenhof hätten nehmen müssen. Der Schulleiter und Matz haben das Ergebnis im Auge, und sie sind sich sicher, "dass es gut wird" (Wolters). Baubeginn dürfte im Unterrichtsjahr 2017/18 sein. In Angriff genommen wird der bisher noch offene Rest des denkmalgeschützten Altbaus.

Dieser Komplex stellt sich als vierflügeliges sowie -geschossiges Ensemble dar, das einen Innenhof umschließt. Der Bauabschnitt III umfasst den südöstlichen Teil inklusive des Hofes. Untergebracht sind in diesem Trakt des Gebäudes im Keller Funktionsräume, im Erdgeschoss der Festsaal, darüber Unterrichtsräume und im Obergeschoss Zimmer für Internatsschüler. Sie sind wegen ihres maroden baulichen Zustands nicht mehr belegt. In den letzten Sanierungsabschnitt des Altbaus einbezogen werden auch das Lehrerzimmer und die Räume des Rektorats sowie der Verwaltung. Schon jetzt geraten Wolters und Matz ins Schwärmen, wenn sie einen Blick auf den geplanten neuen Mehrzwecksaal werfen. Unter Einbeziehung des Festsaals entsteht ein sich über zwei Geschosse erstreckender, wintergartenartiger Glasanbau in Richtung Innenhof. Das schafft mehr Platz und Flexibilität. Mit dem Abschluss der Arbeiten gilt der denkmalgeschützte Hauptkomplex der Schule als generalsaniert. Das MRG und das angeschlossene staatliche Internat sind dann ausgelegt auf bis zu 700 Gymnasiasten (derzeit rund 550) und 70 Wohnplätze samt Betreuungsräumen.

Die G 9-Perspektive

Was diese Kapazitäten betrifft, gibt sich Wolters optimistisch. Er geht davon aus, dass die Schülerzahlen wieder steigen, weil die Chance zur Rückkehr zur neunjährigen gymnasialen Ausbildung geschaffen wurde. Besonders im musischen Bereich, so seine Erfahrungen, hätten Eltern viel Sympathien für das ursprüngliche G 9. Wenn 2020 oder 2021 die Sanierung über die Bühne gegangen ist, ist das Gesamtprojekt noch keineswegs abgeschlossen. Denn dann hat der intern Neubau genannte Ostflügel der Schule auch schon fast 50 Jahre auf dem Betonbuckel. Als Bauabschnitt IV gibt es diese Sanierung bereits. Auf dem Papier.
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