Amberg gibt sich neues Corporate-Identity mit dreieckigen Bild- und Wortmarken
Neues Logo „genial einfach“

Die Dreiecksform des Rathausgiebels im Hintergrund war der Hauptideengeber fürs neue Stadt-Logo, das OB Michael Cerny und die an der Entwicklung beteiligte Pressesprecherin Susanne Schwab hier schon mal ins Bild halten. In der Mitte neben vielen Farben der Wappen-Löwe. Bild: Hartl
Politik
Amberg in der Oberpfalz
09.12.2016
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Ambergs Löwe darf weiter fauchen. Unser Wappentier verschwindet nicht aus dem Logo der Stadt, es wird sogar in den Mittelpunkt gerückt. Allerdings inmitten einer geometrischen Figur, die künftig für den einheitlichen Auftritt der Verwaltung und ihrer Publikationen genauso wichtig ist: das Dreieck.

Dabei liegt die Idee, wie man auf diese Form kam, ganz nah: Genauer gesagt am Marktplatz, wo unser historisches Rathaus steht. Sein charakteristisches Baumerkmal ist die dreieckige Front über dem Sandsteinbalkon, die einem A gleicht - passend zum Anfangsbuchstaben unseres Stadtnamens. Außerdem ist hier der Hauptsitz der Verwaltung, die sich und alles, was dieses Haus und seine Ämter verlässt, nach außen und innen darstellen will. Keine Frage: das A oder besser das Dreieck soll die Grundform fürs neue Corporate-Identity-Design der Stadt bilden.

100 000 Euro teuer

So sah das auch der Stadtrat, der immerhin 100 000 Euro für die Entwicklung einer neuen Bild- und Wortmarke, frischer Farben und Typographien zur Verfügung stellte. Ähnlich wie in Nürnberg machten in einem Wettbewerb überregionale, regionale und lokale Anbieter Vorschläge, aus denen Vertreter der Verwaltung und des Stadtrats sowie drei Design-Professoren einen Favoriten kürten: die wir-Design Communication AG aus Berlin, wie Oberbürgermeister Michael Cerny gestern bei einem Pressegespräch bekanntgab. Er sprach von einem der renommiertesten Unternehmen dieser Branche in Deutschland "mit vielen Ressourcen hinter sich".

Spielräume offen

Die braucht es nach seiner Ansicht, weil ein "locker-flockiges Werbedesign" nicht genügt, sondern für die hoheitlichen Aufgaben der Stadt "ein seriöses Auftreten notwendig ist", das gleichzeitig Modernität widerspiegele. In der Grundform des Dreiecks seien diese Ziele gut darstellbar, weil dahinter ein "offenes System steckt, das Spielräume zulässt". Sprich: Diese Figur lässt sich im Inneren nicht nur mit anderen Symbolen füllen - beispielsweise thematisch passenden Abstraktionen für die Aufgaben der einzelnen Referate -, sondern sie taucht auch in weiteren Piktogrammen für verschiedene Funktionen oder in sogenannten kommunikativen Zeichen auf.

Pressesprecherin Susanne Schwab schwärmte von einer "genial einfachen Grundform", die auch bei den Gestaltungsrastern für Titel- und weitere Seiten von Publikationen auf aneinandergereihten Dreiecken basiere. Detaillierte und jeweils neue Vermaßungen für Logo, Bilder, Texte und alles, was da platziert werden soll, mache das überflüssig. Letztlich auch eine Möglichkeit, um künftig Kosten zu sparen, wie der OB als weiteres Ziel anmerkte. Sein Fazit: "Was ganz Einfaches hat oft Genialität".

Presse- und Marketingabteilung im BootDie dreieckige Grundform des Stadt-Logos ist als Gestaltungsraster auch auf alle Publikationsformate anwendbar. Das strich Pressesprecherin Susanne Schwab als weiteren Vorteil heraus, die diesmal in eigener Sache am Medientermin mit dem OB teilnahm. Sie und ihre Kollegen von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und Marketing haben nämlich Entstehung und Auswahlprozess fürs neue Corporate Identity mit allen Hintergründen begleitet beziehungsweise auch den nötigen Input dafür geliefert. (ath)
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