09.05.2016 - 16:44 Uhr
Oberpfalz

Amberger Bergsteig steht vor großen Veränderungen Bagger greift sich Symbolbau

Alt-OB Wolfgang Dandorfer hat eine gravierende personelle Lücke hinterlassen. Keiner will mehr Bagger fahren. Sein Nachfolger nicht, der Landrat nicht und nicht einmal Stadtbau-Geschäftsführer Maximilian Hahn. Obwohl es um Großes geht.

Jahrelang arbeiteten Lokalpolitik und Stadtbau auf diesen Moment hin: Der Rundbau an der Rosenthalstraße weicht einer völlig anderen, viel kleinteiligeren Bebauung. Bild: Huber
von Michael Zeissner Kontakt Profil

Also musste ein Profi des Kümmersbrucker Abbruch- und Bauschutt-Recycling-Unternehmens Rubenbauer ran und die ausladende Baumaschine anwerfen: Der Abriss des legendären Rundbaus im Bergsteigviertel hat gestern begonnen. Am 30. Juni, so steht es im Vertrag, muss er weg sein. Dann kann das, was mit dem Projekt Soziale Stadt vor Jahren in Angriff genommen wurde, einen wichtigen Schritt weiter vorangetrieben werden. Der Bergsteig soll "ein neues Gesicht bekommen".

So drückte sich Stadtbau-Geschäftsführer Maximilian Hahn aus. Das dazu passende kommunalpolitische Aufatmen war förmlich hörbar. Der abgerundete Komplex im Verlauf einer langgezogenen Kurve an der Rosenthalstraße steht nicht nur, aber auch für über Jahrzehnte abgewirtschafteten sozialen Wohnungsbau. Zwar geht die lokalpolitische Rechnung, dass mit dem Problembau auch die Probleme verschwinden, nicht so einfach auf, letztendlich ist sie jedoch das Ziel.

Nicht übergestülpt

Das riss kurz auch Oberbürgermeister Michael Cerny an. Er legte jedoch Wert auf die Feststellung, dass den Bewohnern nichts gegen ihren Willen übergestülpt werde. Sie selbst hätten ihr reges Interesse bekundet, aus dem Ruch eines städtebaulichen und sozialen Brennpunkts herauszutreten. Der für das gesamte Areal (weitere Abrisse werden folgen) entwickelte Bebauungsplan mit Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäusern sowie Geschosswohnungsbau in Maßen soll die Basis dafür schaffen.

Genug Zeit gelassen

Hahn merkte anlässlich des Abrissbeginns noch erleichtert an, die Stadtbau könne sich glücklich schätzen, dass die Entmietung des Rundbaus "problemlos, geruhsam und friedlich" verlaufen sei. Das kommunale Wohnbauunternehmen ließ sich auch entsprechend viel Zeit dafür. Nicht allzu viel Zeit möchte es sich mit der Nachfolgenutzung lassen und hofft, bereits im nächsten Jahr mit der Erschließung für die künftige Bebauung beginnen zu können. (Hintergrund, Angemerkt)Der ganz große Hebel

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