18.12.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Amberger Schüler beteiligen sich an Stadtentwicklung ISEK mit jungem Leben

Mehr als 170 Schüler sind aufgerufen, sich am integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) zu beteiligen. Sie nehmen diese Aufgabe sehr ernst und lassen ihrer Fantasie freien Lauf.

In den jeweiligen Arbeitsgruppen herrschte von Anfang bis Ende geschäftige Betriebsamkeit. Bild: exb
von Externer BeitragProfil

Amberg. Ziel der insgesamt zwei Veranstaltungen war es, die Bedürfnisse der Jugendlichen in die Planung zu integrieren und ihr Bewusstsein für die eigene Stadt zu stärken. Zudem wurden konkrete Fragen zur Stadtgestaltung diskutiert.

Zur Teilnahme konnten Schüler von drei Gymnasien, zwei Realschulen, einer Mittelschule und der Montessori-Schule der Jahrgangstufen 9 bis 12 gewonnen werden. Unter der Regie des Stadtplanungsbüros Dragomir sowie des Bauordnungs- und Stadtentwicklungsamt der Stadt Amberg durften sie ihre Vorstellungen von der baulichen Zukunft der Stadt entwickeln.

Kino hoch im Kurs

Bereits im Vorfeld der Workshops waren die Teilnehmer aufgerufen, ein Foto ihres Lieblingsortes in Amberg einzureichen. Die breite Palette der Vorschläge reichte von Cafés und Gastronomiebetrieben bis hin zu einer Reihe von öffentlichen Plätzen. Besonders hoch im Kurs stand auch das Kino, das auf vielen der Bilder zu sehen ist. Die Veranstaltung selbst war in drei Phasen aufgegliedert. Eingangs wurde in einem kurzen Inputvortrag in die Arbeit von Stadt- und Landschaftsplanern sowie in die verschiedenen Themenkomplexe des ISEK wie Städtebau, Landschaftsplanung, Verkehr, Einzelhandel und Demographie eingeführt.

In Phase zwei wurden zu den Punkten Kräuterwiese/Vils, Leerstand am Rossmarkt und im Josefshaus, Multifunktionsplatz am Bahnhof sowie Parkdeck an der Marienstraße jeweils eigene Thementische gebildet. Unter der Anleitung eines Moderators diskutierten die Jugendlichen die jeweiligen Stärken und Schwächen dieser Orte und machten Anregungen zur Verbesserung. Im dritten Abschnitt durften die Schüler ihre Gestaltungsideen für diesen Ort visualisieren. Dabei konnte gemalt und gebastelt werden, der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt.

Im Zuge dieser Zusammenarbeit sind viele aussagekräftige Modelle entstanden. Bei der Neugestaltung des Multifunktionsplatzes etwa stand häufig der Wunsch im Vordergrund, jugendnahe Nutzungen wie Skateparks, Graffitiwände oder die Integration von öffentlichen Events unterzubringen. Aber auch die Beleuchtung, die Begrünung und die Sitzmöbel wurden umgestaltet. Für die Kräuterwiese wurden neben Ideen zur besseren Park- und Ufernutzung Vorstellungen zur Gestaltung eines Streichelzoos mit Dinopark und ein großer Aussichtsturm als Planungsprojekte vorgeschlagen.

Dachpark als Idee

Auf dem Parkdeck in der Marienstraße reichte das Ideenspektrum vom Autokino bis hin zu Bars und Clubs, auch ein Dachpark ist gestaltet worden. Die Leerstände wurden einerseits mit sportlichen Ideen wie Trampolin- oder Lasertaghalle mit neuem Leben erfüllt, aber auch ein Konzept für ein Spielecafé wurde erarbeitet. So konnte eine Vielzahl von Ideen für Amberg gesammelt werden. Grob zusammengefasst wünschen sich die Jugendlichen mehr Nutzungen im öffentlichen Raum, die ihren altersspezifischen Interessen entsprechen. Aber auch das Fehlen von aktiven Freizeitangeboten für Jugendliche wurde bemängelt.

Eine vollständige Dokumentation der Schulbeteiligung sowie weitere Informationen zum ISEK werden im Internet veröffentlicht. Für die Amberger Bürger wird es übrigens noch häufiger Gelegenheit geben, sich im Rahmen von ISEK einzubringen. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.