Barrierefreiheit soll jetzt geplant und ab 2021 hergestellt werden
Bahnhof kommt endlich aufs Gleis

Bis zur Barrierefreiheit am Bahnhof ist es ein weiter Weg. Es reicht schon, im Alter nicht mehr allzu gut zu Fuß zu sein, um die steilen Treppenaufgänge zu den Bahnsteigen als eine nur schwer zu nehmende Last zu empfinden. (Foto: htl)
Politik
Amberg in der Oberpfalz
22.12.2016
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Frohe Kunde kurz vor Heiligabend zum Amberger Bahnhof: Er soll ab 2021 barrierefrei ausgebaut werden. Darauf haben sich Staatsregierung und Bahn AG bei einem Spitzentreffen in München verständigt. Oberbürgermeister Michael Cerny spricht von einem echten Weihnachtsgeschenk.

(ath/jum) Doch nicht nur er freute sich gestern wie ein Schneekönig, auch Landtagsabgeordneter Harald Schwartz und Bundesparlamentarierin Barbara Lanzinger (beide CSU) setzten sich laut OB in den vergangenen Wochen hinter den Kulissen stark für diesen Erfolg ein. "Es wurden viele Gespräche geführt", schilderte Cerny und nannte Bayerns Bahnchef Klaus-Dieter Josel und Innenminister Joachim Herrmann, denen die zwei Abgeordneten mit dem Amberger Projekt ständig auf den Fersen gewesen seien. Vor allem Schwartz habe "beim Innenminister richtig gearbeitet, damit Amberg nicht wieder rausfällt" aus dem Programm, wie es zuletzt passiert war. Damals habe sich die Stadt "maßlos geärgert", deshalb ist die Freude jetzt umso größer ist", sagte Cerny.

"Ich bin froh, dass wir im zweiten Anlauf dabei sind", frohlockte auch Barbara Lanzinger und betonte, dass "die Gespräche mit den Vertretern der Bahn immer sehr konstruktiv waren". Die ab 2021 herzustellende und seit vielen Jahren geforderte Barrierefreiheit bezeichnete sie als "großen Schritt, um den Amberger Bahnhof richtig attraktiv zu machen". "Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, dieses für Amberg so wichtige Projekt in ein so besonderes Maßnahmenpaket zu bringen." So drückte es Harald Schwartz aus und ließ nicht unerwähnt, dass sein "enger Kontakt zum Minister - speziell auch in mehreren Gesprächen in den letzten Wochen, in denen es konkret um das Bayerische Aktionsprogramm für barrierefreie Stationsinfrastruktur ging - ausschlaggebend dafür war, Amberg ins Programm zum Ausbau für barrierefreie Bahnhöfe zu bringen."

Das Vorhaben der Stadt, den Bahnhof in eine Mobilitätsdrehscheibe zu verwandeln, sei dabei ein wichtiges Argument gewesen. "Das hat Joachim Herrmann, auch mit Blick auf viele engagierte Amberger, ausdrücklich und dankbar erwähnt", schlug Schwartz den Bogen zu den Bemühungen vor Ort. Wie berichtet, sollen der Bahnhof und das nördlich davon gelegene Gebiet samt Marienstraße besser mit der Innenstadt verknüpft werden, wozu die Barrierefreiheit gut passt. Voraussichtlich im Herbst wird der städtebauliche Ideenwettbewerb dazu starten, informierte Michael Cerny.

Planung bis 2021Ambergs Bahnhof ist noch nicht als Baumaßnahme in dem vom Ministerrat beschlossenen Bayerischen Aktionsprogramm für barrierefreie Stationsinfrastruktur enthalten. Der Umbau soll aber bis 2021 geplant und zur Baureife gebracht werden. Das kündigte Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann an. Der Amberger Bahnhof gehöre damit zu denen mit der "höchsten Priorität" beim barrierefreien Ausbau. (jum)
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