Baugebiet Bergsteig Mitte
Im Plan ist Polizeibau weg

Politik
Amberg in der Oberpfalz
30.06.2017
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Das Bergsteig-Viertel soll wachsen: Zwei Geschosswohnungsbauten, zwei Reihen-, sechs Doppel- und 34 Einzelhäuser sind geplant. Das planerische Sahnestück, ein Seniorenzentrum, rief jedoch nicht nur Applaus hervor.

Es soll zwischen Rosenthalstraße, Claudiweg und Breslauer Straße entstehen. Einen Investor gibt es schon. "Von der Nutzung her ist es vergleichbar mit dem Seniorenzentrum Brentanostraße, dessen Baubeginn heuer ansteht", sagte Baureferent Markus Kühne im Bauausschuss. Vorgesehen sind ambulant betreute Wohneinheiten, eine Tagespflegestation, Praxis- und Therapiereäume sowie Räume für Physiotherapie, Massage, oder Frisör. Das ganze soll in einem vier und dreigeschossigen Winkelbau an der Ecke Rosenthal-/ Breslauer Straße entstehen.

Auch wenn die vorhandenen Straßen das Grundgerüst für die Erschließung schaffen, muss trotzdem eine neue Straßenverbindung zwischen Claudiweg und Rosenthalstraße die notwendigen Anlieferungs- und Entsorgungswege sicherstellen. Diese Spange dient auch der Erschließung von drei Einzelhäusern. Sie hat nur einen Nachteil: Ihr ist der Polizeibau im Weg. Dieser müsste vorher abgebrochen werden. Per Stadtratsbeschluss wurde 2015 für den Erhalt als Erinnerung an das Bergsteig-Viertel gestimmt. CSU-Stadtrat Rudolf Meier: "Ich bin enttäuscht, dass er so klammheimlich fällt. Das entspricht nicht der Beschlusslage."

Auch die Baracke an der Ecke Breslauer Straße/ Claudiweg soll ein ähnliches Schicksal ereilen. Das vorhandene Gebäude steht unter Denkmalschutz und darf erst nach Vorliegen einer denkmalschutzrechtlichen Erlabunis beseitigt werden. Diese wird der Eigentümer einholen, denn: "Er sagt, der Erhalt dieses Gebäudes wäre nicht wirtschaftlich", so Elisa Puchner vom Stadtplanungsamt.

Anstelle der Baracke ist das Mehrfamilienhaus festgesetzt. Eine Einigung zum Thema Erhalt oder Abriss konnte am Ende der Diskussion nicht erzielt werden. Deswegen wurde eine mehrheitliche Empfehlung (5 Stimmen dafür, 4 dagegen) für den vorliegenden Plan an den Stadtrat weiter gereicht.
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