25.02.2018 - 10:30 Uhr

Baureferent stellt Städtebauförderungsprogramm vor Was in der Altstadt noch so ansteht

Welche Projekte wie viele Gelder aus dem Städtebauförderungsprogramm abschöpfen, stellte Baureferent Markus Kühne am Donnerstag den Mitgliedern des Hauptausschusses im Rathaus vor. Das Gremium votierte einstimmig dafür, die Anträge für das laufende Jahr, inklusive einer Vorausschau für die Jahre 2019 bis 2021, zu stellen.

Hier ist eine Sanierung dringend notwendig, doch die Zehentgasse muss noch zwei Jahre warten.
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Vorbehaltlich der tatsächlichen Mittelzuweisungen durch die Regierung, bleibt im Haushalt 2018 der Stadt Amberg ein Eigentanteil von 921 900 Euro - bei voraussichtlich förderfähigen Kosten von insgesamt 2,36 Millionen Euro. Wofür wird das Geld benötigt? Eine Auswahl:

Neues Stadtarchiv

Die Kosten für die Sanierung des ehemaligen Schießl-Stadls wurden fördertechnisch von der Regierung der Oberpfalz mit 6,77 Millionen Euro bewilligt. Die Gesamtkosten belaufen sich jedoch jetzt auf 7,05 Millionen Euro. Die Kostensteigerung um rund 300 000 Euro wurde bei der Regierung frühzeitig angemeldet. Eine Nachförderung ist deshalb möglich. Der kommunale Eigenanteil beträgt 88 000 Euro.

Henkerturm

Die Sanierung des Henkerturms in der Batteriegasse 22, inklusive Schaffung einer 63 Quadratmeter großen Ferienwohnung, wird nach Informationen der Stadtbau heuer abgeschlossen und ausfinanziert. Der Baubeginn war 2015. Die Regierung bewilligte die Gesamtkosten von 525 000 Euro und kannte 250 000 Euro als förderfähig an.

Fassadenprogramm

Zuerst sei es nur zögerlich angenommen worden, berichtete Baureferent Markus Kühne im Hauptausschuss am Donnerstag. Doch mittlerweile habe es sich zu einem Verkaufsschlager entwickelt. 2014 wurde nur eine, 2015 drei, 2016 sieben und 2017 neun Maßnahmen ins Förderprogramm aufgenommen. Das Fassadenprogramm hat über die sechsjährige Laufzeit bis einschließlich 2019 ein Fördervolumen von insgesamt 600 000 Euro.

Wohnraumprogramm

Es ist die "Wiedernutzbarmachung von brachliegendem Wohnraum in der Altstadt" und soll wieder Leben in leerstehende Erd- oder Obergeschosse in Altstadthäusern bringen, sagte Kühne. Das Programm beginnt heuer und ist auf fünf Jahre angelegt. Die Förderung beträgt insgesamt 250 000 Euro (jährlich 50 000 Euro).

Leben an der Vils

Wie können das Erholungspotenzial der Vils und ihr Umfeld besser genutzt werden? Mit dieser Frage soll sich ein Wettbewerb beschäftigen. Er wurde bei der Erstellung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) von der Obersten Baubehörde angeregt. Im Vorgriff dazu gab es bereits eine Ideenwerkstatt von Bürgern im Rathausfoyer. Als Gesamtkosten wurden für das Projekt 140 000 Euro zur Städtebauförderung angemeldet.

Paulanerplatz

Nach der Fertigstellung des Stadtarchivs soll der davor liegende Paulanerplatz saniert werden. Gesamtkosten: 1,1 Millionen Euro, davon sind 80 Prozent förderfähig.

Paulanergasse

Im Zuge der Sanierung des Paulanerplatzes soll auch die laut Kühne "äußerst sanierungsbedürftige" Paulanergasse samt Kirchenvorplatz erneuert werden. Die Kosten: 575 000 Euro bei 80 Prozent Förderung.

Neustift, Bad- und Zehntgasse

Durch die Großprojekte Bürgerspitalgelände und Neue Münze liegt das Hauptaugenmerk auf der östlichen Altstadt. "Der Ausbau der sehr stark sanierungsbedürftigen Straßen Neustift, Bad- und Zehentgasse wird deshalb wohl erst 2020 in Angriff genommen", sagte Markus Kühne. Hier sei mit Gesamtkosten von 600 000 Euro zu rechnen.

Soziale Stadt

Die Sanierung der ehemaligen Offizierswohnblöcke in der Leopoldkaserne konnte 2016 in das Förderprogramm Soziale Stadt aufgenommen werden. Diese Maßnahme soll heuer abgeschlossen werden. 27 Wohneinheiten stehen dann in den zwei aus dem Kasernenareal ausgegliederten Komplexen zur Verfügung. Sie werden bis Ende 2025 nur an anerkannte Flüchtlinge vermittelt werden. Die Gesamtkosten für die Sanierung betragen 4,9 Millionen, gefördert werden 4,2 Millionen Euro.

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