13.03.2018 - 20:00 Uhr

Befürchtungen der Anliegergemeinschaft Aschach-Ost widerlegt Märkls Abwasser-Einmaleins

Östlich der Straße Zum Weinberg rollen bald die Bagger. Ende Mai beginnt dort die Erschließung des Baugebiets Aschach-Ost. Im Vorfeld möchte Bürgermeister Alwin Märkl (CSU) deshalb erneut Befürchtungen von Anliegern wegen der Entwässerungssituation zerstreuen.

Bürgermeister Alwin Märkl" Man kann es leider nicht jedem recht machen. Es wird beim Ansatz von Lösungen immer wieder Gewinner auf der einen Seite und Verlierer auf der anderen geben.
von Alfred SchornerProfil

Freudenberg . Dazu nutzte der Bürgermeister einen Dämmerschoppen des CSU-Ortsverbandes Aschach-Immenstetten im Bienenhof. Märkl zitierte noch einmal eine technische Stellungnahme des ausführenden Planungsbüros Stadt und Raum, die laut seiner Darstellung bereits bei einem Ortstermin im Oktober 2017 den Anliegern vorgestellt wurde. Demnach ergebe sich aus der Höhensituation mit an das Baugebiet angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen, dass derzeit das Regenwasser über die vorhandene Mischwasserkanalisation abgeleitet wird. Der rund sechs Hektar umfassende Hang belaste demnach das bestehende System mit einem Zufluss von über 126 Litern pro Sekunde.

System wird entlastet

Deshalb solle künftig das natürliche Hangwasser an der Ostseite über einen offenen Graben mit darunter liegender Drainage zum Brüllbach abgeleitet werden. Mithin werde der vorhandene Mischwasserkanal um eben jene 126 Liter pro Sekunde entlastet. Um dieses System nicht durch die aus dem neuen Baugebiet zu erwartende Regenwassermenge mit einem Abflussvolumen von 199 Liter pro Sekunde zusätzlich zu beanspruchen, werde das Regenwasser getrennt erfasst und zu einem Rückhaltebecken geführt. Märkl geht mithin davon aus, dass von dem neuen Baugebiet lediglich zusätzlich Schmutzwasser in einem Umfang von 0,5 Liter pro Sekunde anfällt, das aber über den über den bestehenden öffentlichen Freispiegelkanal zum Weinberg abgeleitet werde. Unabhängig von dieser positiven Entlastung der Regenwasserabflüsse im Zuge der Baugebietserschließung Aschach-Ost hat die Gemeinde Freudenberg nach Auskunft der Verwaltung eine digitale Erfassung der Kanäle mit anschließender Kamerabefahrung und Schadensklassifizierung der bestehenden Mischwasserkanäle im Baubestand an ein Ingenieurbüro beauftragt.

Dorferneuerung läuft

Beim Hochwasserschutz und der Dorferneuerung Greßmühle sind die Planungen laut Märkl bis auf eine Zufahrt wegen noch laufender Grundstücksverhandlungen mit einem Eigentümer fertig. Die Zeitschiene sehe vor, dass mit dem Hochwasserschutz 2019 und den Maßnahmen im Ort im Jahr darauf begonnen werden soll. Ein Ingenieurbüro berechne derzeit die Kosten für die Sanierung des Langangerweges und der dortigen Brücke. Es wäre schön, so ein Appell des Bürgermeisters, wenn sich Amberg an den Kosten beteiligen würde, da diese Route als Hauptzufahrt zum Sportpark in Raigering genutzt werde.

Für den bevorstehenden Ausbau der Kanalisation in Immenstetten, so Märkl, laufen derzeit die Ausschreibungen. Morgen findet dazu eine Bürgerversammlung im Feuerwehrhaus in Immenstetten statt. Als erfreulich wertete der Bürgermeister die Fertigstellung des Radwegs Aschach-Raigering, der mit knapp über 100 000 Euro zu Buche geschlagen habe. Märkl referierte bei dem politischen Dämmerschoppen der CSU rund eine Stunde und musste sich zum Teil auch lebhaften Diskussionsbeiträgen stellen.

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