31.03.2011 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Bürgermeister Probst: Eigentümer ist die Gemeinde - Ortsversammlung im Feuerwehrgerätehaus Hiltersdorf: Klartext in Sachen "Rechtlerwald"

Bei der Ortsversammlung im Feuerwehrgerätehaus wurde nicht nur geredet, es wurde auch entschieden. Hauptthemen waren der Wegebau, das Mähen und Reinigen von Gräben in Richtung Haidweiher, der schlechte Zustand der Flurbereinigungswege, die Lösung des Problems "Rechtlerwald", die Versetzung der Trafo-Station aus der Ortsmitte und die Überführung der Verantwortlichkeit und der Konten auf den neuen Kapellenverein.

von Erich HiltlProfil

Im Jahr 2009 war zur Ausbesserung der Wege Schotter gekauft worden. Nun soll wieder nachgekauft werden. In der "Schotterkasse" sieht es gut aus. Auch wird ein Wegstück erneuert, von dem ein Teil der Gemeinde gehört, und ein Graben ausgebaggert. Bürgermeister Norbert Probst machte in diesem Zusammenhang umfassende Ausführungen über die Gewässer dritter Ordnung. So zahlt man in Aschach dafür eine Umlage und in Etsdorf kümmert sich die Jagdgenossenschaft darum. In Hiltersdorf muss nun für eine Übergangszeit von etwa zwei Jahren ein Arrangement zwischen Anliegern und Gemeinde gefunden werden, sagte Probst. "Die Gemeinde schafft es alleine nicht, verweigert sich aber auch nicht", versicherte er. Im "Haidweihergraben" sieht er eine Gemeinschaftsaufgabe, die in zwei Tagen erledigt sein kann.

Ein Idealfall

Probst unterrichtete von dem Vorhaben der AOVE, einen Unterhalts-Zweckverband zu gründen, Arbeiten auszuschreiben und so auch in den Genuss von staatlichen Fördermitteln zu kommen. In einem Gewässerentwicklungsplan sieht er einen "Idealfall für die Solidargemeinschaft". Wegen der Strecke beim Einlauf in den Haidweiher will Probst mit dem Kümmersbrucker Bürgermeister Richard Gaßner reden. "Eure Äcker sollen nicht nass werden", sagte der Bürgermeister zu den 24 anwesenden Hiltersdorfern, die einstimmig die Lösung befürworteten, bis zur Gründung des Zweckverbandes in Kombination von Anliegern und Gemeinde die Aufgaben zu erledigen. Beklagt wurden bei der Versammlung große Risse in den 1970 gebauten Flurbereinigungswegen. Die Gemeinde Freudenberg fühlt sich für Generalregelungen finanziell überfordert. Man werde aber schauen, so stellvertretender Bürgermeister Hans Haller, dass Wasser keine weiteren größeren Schäden anrichten kann.

Einvernehmliche Lösung

Beim "Rechtlerwald" musste Bürgermeister Probst schon Klartext reden, denn einigen war offensichtlich nicht bewusst, dass Eigentümer die Gemeinde ist. Die Rechtler haben lediglich ein Nutzungsrecht. Probst erläuterte, wie das in Lintach und Aschach funktionierte. Ortssprecher Albert Felbinger wird alle Rechtler aufsuchen, um Unterschriften für die Ablösung des Rechtlerwaldes zu sammeln, appellierte Probst an eine einvernehmliche Lösung. Wie er informierte wird der Erlös auf dem Verkauf der Waage der Ortskasse zugeschlagen.

Verein Finanziell helfen

Angenommen wurden von der Ortsversammlung zwei Anträge des Kapellenvereins. Die Verantwortung für die Kapelle einschließlich der Kassenführung und dem zweckgebundemen Einsatz der Finanzmittel liegt nun beim Verein. Bürgermeister Probst versicherte, dass die Gemeinde bei Bedarf dem Kapellenverein trotzdem finanziell helfen werde. Das Trafohaus an der neuralgischen Stelle in der Ortsmitte neben Kapelle, Feuerwehrhaus und Spielplatz wird versetzt. Hans Haller holte sich noch die Zustimmung für die Anbringung der gemeindlichen Anschlagtafel beim Gerätehaus ein.

 

 

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