06.02.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Bundeswehr verpasste sich 2006/2007 eine neue Struktur: Seit zehn Jahren permanent in Bereitschaft

Sie sind das Bindeglied zwischen Truppe und Bevölkerung: Vor zehn Jahren hat die Bundeswehr ihr Verbindungswesen zu den Städten und Landkreisen, den Hilfsorganisationen und der Polizei neu organisiert. Statt Bezirksverteidigungskommandos gibt es seitdem sogenannte Kreisverbindungskommandos. Diese waren nicht mehr mit hauptamtlichen und -beruflichen Soldaten besetzt, sondern mit ehemaligen Zeit- und Berufssoldaten, die nach einem besonderen Auswahlverfahren ehrenamtlich laut einer Presse-Info die Kommandos aufbauen sollten.

Sie füllen das Kreisverbindungskommandos mit Leben. Von links: Leutnant Franz Sertl, Major Stefan Luttenberger, Oberstleutnant Stephan Koller, Stabsfeldwebel Helmut Werner-Dürer, Hauptmann Jörg Jendricke, Hauptfeldwebel Norbert Meidinger, Oberfeldarzt Dr. Stephan Bouschery, Stabsfeldwebel Wilhelm Würfl und Oberstleutnant a. D. Erhard Balzar. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

In Amberg hatte Ende 2006 der damalige Luftwaffenhauptmann Stephan Koller diesen Auftrag erhalten. Im Januar 2007 nahm er mit seinem Kommando den Bereitschaftsdienst auf. Seit nun zehn Jahren führt Koller, mittlerweile Oberstleutnant, neben seinem Hauptjob in der Unternehmensleitung einer Nürnberger Rehabilitationseinrichtung, dieses lokale Kommando der Bundeswehr.

Ziel und Aufgabe sei, Netzwerke zu knüpfen, die Verbindung zu Rotem Kreuz, THW, Polizei, örtlichen Feuerwehren zu halten sowie den Oberbürgermeister oder den Leiter des Ordnungsamts im Falle einer Katastrophen- oder Großschadenslage zu beraten. "Dazu üben wir gemeinsam mit den Organisationen und der Stadtverwaltung", wird Koller, der zudem in Ammerthaler Gemeinderat sitzt, zitiert. Nächster Termin für das Miteinander mit der Stadt ist im April, konkret geht es dann um den Katastrophenschutz der Stadt.

Neben Koller war auch Stabsfeldwebel Wilhelm Würfl ein Mann der ersten Stunde im Kommando. Im Sommer wird er laut dem Schreiben in den militärischen Ruhestand versetzt. Der Abschied fällt ihm nach eigener Aussage schwer. Auch wenn in den vergangenen zehn Jahren in der Stadt nie eine Bundeswehrunterstützung wegen einer Katastrophe benötigt worden sei, sei das Kommando sinnvoll. "Hoffentlich bleibt das mit dem scharfen Einsatz auch so", meint Würfl vor seinem Abschied.

Koller, gebürtiger Amberger und ehemaliger Soldat auf Zeit (zwölf Jahre), sucht Nachwuchs für sein Kommando. Wer als Feldwebel oder Offizier nach seiner regulären Dienstzeit im Kommando mitarbeiten möchte, der kann sich per E-Mail an den 46-jährigen Stabsoffizier wenden. Zu erreichen ist er unter der Adresse stephankoller[at]bundeswehr[dot]org.

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