CSU-Bezirksräte besichtigen Baustelle der psychiatrischen Tagesklinik
Medizin zum Menschen bringen

Die Verantwortlichen von Medbo informierten die Bezirksräte der CSU über die Fortschritte auf der Baustelle der psychiatrischen Tagesklinik für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Amberg. Bild: gf
Politik
Amberg in der Oberpfalz
14.09.2017
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Mit der psychiatrischen Tagesklinik für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Amberg wird laut dem Oberpfälzer Bezirkstagspräsidenten Franz Löffler eine medizinische Versorgungslücke in der Region geschlossen. Die CSU-Fraktion erfuhr dabei gute Nachrichten auf der Baustelle.

Der Trockenbau der künftigen psychiatrischen Tagesklinik für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sei soweit abgeschlossen, berichtete der Bauexperte der Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz (Medbo), Marco Hutzler. "In der kommenden Woche kommen die Verputzer vorbei." Dann wird es in der Einrichtung auch richtig wohnlich aussehen. Die Fassade ist bereits fertiggestellt. Zwischen Kabeln, die noch aus den Decken hängen, und sterilen Betonwänden hat sich am Mittwoch die Bezirkstagsfraktion der CSU ein Bild vom Bauvorhaben gemacht. Die Kommunalpolitiker freuten sich zu hören, dass sowohl die anvisierten Kosten in Höhe von 6,88 Millionen Euro als auch der Eröffnungstermin im Mai beziehungsweise Juni 2018 gehalten werden können.

"Wir wollen die Medizin zum Menschen bringen", erklärte Bezirkstagspräsident Franz Löffler (CSU). Daher sei er so von dem Konzept der Tagesklinik in Innenstadtlage und in direkter Nachbarschaft zur St.-Marien-Klinik überzeugt. "Indem wir die Barrieren möglichst niedrig halten, holen wir Menschen, die vielleicht heute noch wegen einer psychischen Erkrankung stigmatisiert werden, ab." Mit dem Standort neben der Klinik gehe man dorthin, wo die stationäre Versorgung bisher schon ist. "Für die Menschen ist die Tagesklinik spürbar zugänglich."

Flur verbindet Kliniken

Die künftige Zusammenarbeit zwischen dem medizinischen Personal beider Kliniken, die unter verschiedenen Trägern stehen, werde sich auch baulich zeigen, sagte Medbo-Vorstand Helmut Hausner. Konkret heißt das: Eine Tür im ersten Geschoss verbindet die Flure der Tagesklinik und St. Marien. Hausner nannte auch sogleich ein Beispiel, wie sich die Kooperation auswirken könnte: "Ein Patient kommt mit Herzrasen in die Klinik. Das könnte ein Fall für die Kardiologie sein, aber eben auch eine schwere Angsterkrankung." Bei Kindern habe man ähnliche Erfahrungen: "Körperliche Leiden können häufig auch mit einer seelischen Belastung zusammenhängen. Da ist es gut, wenn die Ärzte einen Psychologen hinzuziehen können."

Seit 2013 sind die Institutsambulanz sowie die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus untergebracht. "Dass dieser Ort nur ein Zwischenschritt sein kann", sagte Löffler, "war uns damals aber schon klar." Die Entwicklung hin zu diesem Standort und der Größe sei daher "ein konsequenter Weg" für die CSU-Fraktion gewesen.

Großzügig Platz

Die Pläne für die psychiatrische Tagesklinik für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sehen vor, dass es auf 1200 Quadratmetern großzügig Platz für zwölf Kinder und 20 Erwachsene gibt. Enthalten sind darin zahlreiche Räume für Therapiesitzungen, Aufenthaltsräume, eine Dachterrasse sowie eine Küche. Auch zwei Klassen- und Lehrerzimmer sind vorgesehen, damit schulpflichtige Kinder unterrichtet werden können.
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