08.05.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

CSU forciert Schulentwicklungsplan Klasse 4a schreibt Wunschliste

Die CSU-Fraktion forciert den Schulentwicklungsplan. Die wichtigste Aussage nach einem Treffen in der Barbaraschule, in der Spielgeräte auf dem Wunschzettel stehen: Deutschförderung und Werteerziehung sind die Integrations-Schwerpunkte.

Konrektorin Andrea Konrad und Schulleiterin Elke Schmidt (stehend von links) führten die CSU-Stadtratsfraktion mit ihrem Vorsitzenden Dieter Mußemann (stehend Vierter von rechts) und Oberbürgermeister Michael Cerny (rechts) durch die 1966 fertiggestellte Barbaraschule, in der auch Michael Schittko und Michaela Frauendorfer (sitzend rechts) in den 70er-Jahren die Schulbank drückten. Bild: exb
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Amberg. (tk) Mit der Barbaraschule besuchte die CSU-Stadtratsfraktion die einzige Amberger Grundschule, die Eltern und Kindern einen gebundenen Ganztagszug anbietet und in der auch zwei Übergangsklassen unterrichtet werden. In ihnen sollen vor allem die Flüchtlingskinder mit mangelnden Deutschkenntnissen besonders unterstützt werden. Rektorin Elke Schmidt betonte laut Presse-Info, dass die Beteiligten ein gemeinsames Ziel hätten: Das Wohl der Kinder.

Fraktionsvorsitzender Dieter Mußemann erinnerte daran, dass die Schule durch den Ausbau einiger Klassenzimmer, den Anbau von Küche und Speisesaal sowie einer energetischen Sanierung von 2008 bis 2010 mit einem Aufwand von rund fünf Millionen Euro um einen Ganztagszug ergänzt worden sei. Er bezeichnete das gebundene Modell als "pädagogisch wirksamstes Angebot".

Sanierungsbedarf

Die Stadträte überzeugten sich bei einem Rundgang davon, dass im Schulhaus an einigen Stellen Handlungsbedarf bestehe. Wobei die Rektorin mit Blick auf Renovierung, Modernisierung und Erneuerung eine Prioritätenliste erstellt habe. Besonderes Augenmerk werde dabei auf die Ausstattung von Aula und Pausenhof gelegt. Es sollten mehr Spielgeräte angeschafft werden. Auch die Sanierung des Gymnastikraums sei überfällig. Elke Schmidt übergab eine Wunschliste für Spielgeräte, die die Klasse 4a extra für Bürgermeister Martin Preuß erstellt hat. Die größten Wünsche: eine Rutschbahn im Freien sowie Kicker und Tischtennisplatten. OB Michael Cerny sagte, dass Reformen, wie die unlängst beschlossene Wiedereinführung des neunstufigen Gymnasiums, die Kommunen permanent vor neue Herausforderungen stellen. Um auf solche Anforderungen möglichst effektiv reagieren zu können, möchte die CSU-Fraktion laut ihrem Vorsitzenden, "dass die Verwaltung schnellstmöglich einen Schulentwicklungsplan für alle Amberger Schulen erstellt". Als Basis sollen laut Mußemann die Aufnahme des Ist-Zustandes, die prognostizierten Schülerzahlen sowie die besonderen Schulformen dienen.

242 Unterschriften

Elke Schmidt und Andrea Konrad nutzten die Gelegenheit, der CSU eine Liste mit den Unterschriften von 242 Frauen und Männern zu übergeben, die sich den seit einigen Jahren in der Hans-Thoma-Straße aufgelassenen Fußgängerüberweg zurückwünschen. Dieter Mußemann versprach, sich der Forderung anzunehmen, sie an das Verkehrsamt und die Stadtverwaltung heranzutragen, mit der Bitte, eine gute Lösung für eine sichere Querungshilfe zu finden. Darüber hinaus soll auch die Verkehrssituation, die durch die neue Ein- und Ausfahrt der Lebenshilfe in der Raiffeisenstraße entsteht, in die Überlegungen miteinbezogen werden. Einen entsprechenden Antrag hat die CSU mittlerweile gestellt.

268 Kinder aus 21 Nationen

Ein besonderes Merkmal der Barbaraschule ist laut Rektorin Elke Schmidt die Vielfalt der Nationen. Die 268 Kinder stammen aus 21 unterschiedlichen Ländern. Bezogen auf alle Klassen, belaufe sich der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund auf nahezu 70 Prozent. Tendenz steigend. Schmidt und ihre Stellvertreterin Andrea Konrad bezeichneten die Deutschförderung und die Werteerziehung als Schwerpunkte bei den Integrationsbemühungen. Die beiden Leiterinnen bedankten sich laut einer CSU-Mitteilung bei den Stadträten für deren Entscheidung, in der Barbaraschule ergänzend - als freiwilliges und kostenfreies Angebot der Jugendhilfe - auch Jugendsozialarbeit anzubieten, weil dadurch ein zusätzliches Bindeglied zwischen Schule und Elternhaus geschaffen werde. Zehn ehrenamtliche Lesepaten von der Freiwilligenagentur ersetzten derzeit das sprachliche Vorbild, das viele Eltern aufgrund ihrer Herkunft nicht bieten könnten, wobei der Bedarf an diesen Lesepaten laut Rektorin Schmidt viel höher ist. Das Angebot des Sozialdienstes katholischer Frauen, direkt im Anschluss an den Unterricht im Schulhaus eine Hausaufgabenhilfe anzubieten, schätzte Stadträtin Michaela Frauendorfer als besonders wertvoll ein. (tk)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.