14.04.2016 - 02:00 Uhr
Oberpfalz

CSU will Leerstände füllen Aus Läden Wohnungen machen

Die Leerstände in der Altstadt sieht niemand gerne. Auch die CSU- Stadträte nicht. Bei einem Rundgang hatten sie viele Ideen. Allein die Umsetzung dürfe nicht so leicht werden.

In der Ziegelgasse hielten sich die Mitglieder der Kommunalpolitischen Vereinigung der CSU länger auf. An dieser Stelle der Altstadt stehen mehrere Häuser und Geschäfte teilweise schon seit Jahren leer. Bild: hfz
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Die Mitglieder der Kommunalpolitischen Vereinigung der CSU wollten es wissen: Sie verschafften sich bei einem Rundgang in der Altstadt einen Überblick über die aktuellen Leerstände. Ein Aspekt war die Suche nach neuen Nutzungen - gerade im Hinblick auf den wegen der Flüchtlingswelle womöglich drohenden Wohnraummangel.

Dabei ging es den Kommunalpolitikern laut einer Pressemitteilung nicht nur um die Erdgeschosslagen mit leeren Ladenflächen, sondern auch um obere Etagen, die früher zum Teil gewerblich genutzt wurden und heute verwaist sind. Gerade in den Nebenlagen und Seitenstraßen hätten sich einige Flächenressourcen aufgetan, heißt es in dem Schreiben.

Zudem hatten die Mitglieder der CSU-Vereinigung konkrete Ideen vor ihrem geistigen Auge, wie sich die Altstadt entwickeln könnte: Hauseingang und Garage im Erdgeschoss, in dem sich früher Ladenflächen befanden, und Wohnen in den Stockwerken darüber. Oberbürgermeister Michael Cerny sah dringenden Handlungsbedarf, geeignete Flächen nutzbar zu machen, um ausreichend Wohnraum bieten zu können.

Michaela Frauendorfer empfahl, die Größenordnung der verfügbaren Flächen in der Altstadt zu dokumentieren und zu analysieren.

Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger riet laut der Mitteilung dazu, Hausbesitzern eine aktiv beratende Hilfestellung durch Fachleute der Stadtverwaltung an die Hand zu geben. Stadtrat Rudolf Maier sah ebenfalls Handlungsbedarf und verwies auf das positive Beispiel Roßmarkt und die gelungenen Sanierungen.

Rupert Natter machte darauf aufmerksam, dass es viele Hausbesitzer gibt, die weit entfernt von Amberg wohnen und darüber hinaus zum Teil kein Interesse an Investitionen hätten. Als Lösung schlug er die Entwicklung von Plattformen und Netzwerken vor, die Investoren und Hausbesitzer zusammenbringen.

Für bezahlbaren Wohnraum in der Altstadt machten sich die Stadträte Gabriele Donhauser und Daniel Müller stark, um auch junge Familien in der Altstadt zu halten. Norbert Wasner sieht das auch für die ältere Generation als wichtig an, da die Senioren oft seit Jahrzehnten die Altstadt als Lebensmittelpunkt haben.

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