15.09.2017 - 16:00 Uhr
Oberpfalz

Daheim wählen der Renner 21 Prozent der Wahlberechtigten haben schon Briefwahl beantragt

Acht Tage sind es noch bis zur Bundestagswahl. Viele Bürger haben ihre Entscheidung aber bereits getroffen. Die Briefwahl ist beliebter denn je. Jeder Fünfte wählt diesen Weg.

Ganz schön lang: Wer den Wahlzettel am 24. September ganz genau studieren möchte, ist mit der Briefwahl sicher gut beraten. Bild: Stefanie Rösl
von Redaktion OnetzProfil

Amberg. (panv) Seit Anfang September stellten von 32 763 wahlberechtigten Ambergern 6853 den Antrag zur Briefwahl (Stand vom Freitagvormittag). Das sind knapp 21 Prozent. "Der Andrang auf die Anträge war von Anfang an sehr hoch. Uns wurden fast die Türen eingerannt", teilt Andrea Schlosser, Teamleiterin des Wahlamts, auf Nachfrage mit. Im Vergleich zur Wahl 2013 ist das ein deutlicher Anstieg. Damals betrug die Gesamtzahl der Briefwähler etwa 4700 (rund 14 Prozent der Wähler).

Relativ bequemer Weg

Für den bequemen Weg der Antragstellung über das Internet entschieden sich dieses Mal knapp 1900 Bürger. Neu ist, den Online-Service mittels eines QR-Codes nutzen zu können. Das ist eine Art Strichcode, der mit dem Handy gescannt wird und dann den Antrag öffnet. "Die Resonanz ist groß. 43 Prozent der Online-Anträge wurden mit dem QR-Code gestellt. Es wird also sehr gut angenommen." Technische Schwierigkeiten dabei seien nicht bekannt.

Eine richtige Erklärung für die gesteigerte Nutzung der Briefwahl hat Schlosser nicht. "Schon im Vorfeld gingen viele Informationen über die Wahl und die Parteien raus. Es hat den Anschein, als hätten manche nur darauf gewartet, die Briefwahl beantragen zu können", vermutet Andrea Schlosser an dieser Stelle.

Online und bei Stadt

Wer jetzt schon weiß, dass er am Wahlsonntag verhindert ist, kann noch bis Freitag, 22. September, die Briefwahl beantragen. Entweder auf dem Postweg über die Rückseite der Wahlbenachrichtigung, persönlich beim Einwohnermeldeamt oder unter dem Online-Angebot der Stadt.

Der Andrang auf die Anträge war von Anfang an sehr hoch. Uns wurden fast die Türen eingerannt.Andrea Schlosser vom Wahlamt
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