Erfolgreiche Jahresbilanz [Aktualisierung]
Grammer AG mit Rekordumsatz

Die Grammer AG meldet zwar einen Umsatzrekord, senkt aber die Dividende. Bild: Wolfgang Steinbacher
Politik
Amberg in der Oberpfalz
21.03.2018
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Hinter der Grammer AG liegt ein turbulentes Jahr. Der Angriff der Familie Hastor wurde abgewehrt, und mit der JAP Capital Holding GmbH gibt es nun einen neuen Großaktionär. Aber die Dividende sinkt.

Amberg/Frankfurt. Der Autozulieferer Grammer AG aus Amberg hat im Jahr 2017 den Umsatz auf einen Rekordwert von 1,79 Milliarden Euro gesteigert. Das entspricht nach Unternehmensangaben einem Zuwachs von 5,4 Prozent. Zudem verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 18 Prozent auf 80,2 Millionen Euro. Wie der Automobilzulieferer am Mittwoch mitteilte, schlägt der Vorstand vor, trotz Sonderbelastungen im vergangenen Jahr eine Dividende von 1,25 Euro je Aktie zu zahlen. Im Jahr 2017 waren es noch 1,30 Euro gewesen.

"Im Geschäftsjahr 2017 konnten wir weltweit weiter deutlich wachsen und gleichzeitig auch die operative Profitabilität deutlich verbessern - trotz der besonderen Rahmenbedingungen im letzten Jahr", sagte Vorstand Hartmut Müller laut Mitteilung bei der Präsentation der Jahresbilanz 2017. Er wertete dies als deutlichen Beweis, dass Grammer seine "strategischen Maßnahmen für mehr Wachstum und Profitabilität in den letzten Jahren erfolgreich umgesetzt" hat. Der Hauptversammlung am 13. Juni hat er eine etwas geringere Dividende vorschlagen. "Wichtig für uns ist, dass die Sonderbelastungen aus dem letzten Geschäftsjahr nicht zulasten der Aktionäre gehen", begründete er den Vorschlag des Vorstandes, die Dividende 0,05 Euro zu senken. Auf die Abwehrschlacht gegen die Familie Hastor und den neuen Großaktionär, dem chinesischen Zulieferer Ningbo Jifeng, ging Müller nicht ein. Das Eigenkapital des Konzerns betrug zum Bilanzstichtag 337,7 Millionen Euro, nach 271,2 Millionen Euro im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote stieg auf 31 Prozent (2016; 26 Prozent). Den Umsatzzuwachs erzielte der Zulieferer für Pkw-Innenausstattung und Nutzfahrzeugsitze vor allem in Nord- und Südamerika sowie im Raum Asien. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Grammer ein Wachstum des Umsatzes auf 1,85 Milliarden Euro.
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