13.11.2017 - 15:22 Uhr
Oberpfalz

Erneut Diskussion über den Ampeldirigenten im Hauptausschuss "Seit Jahren ein Fiasko"

"Immer wieder kuriose Ampelschaltungen" - die machte die ÖDP im Amberger Verkehrsalltag aus. Sie beantragte deshalb im Hauptausschuss, die Verwaltung solle prüfen, "welche Maßnahmen erforderlich sind, um die Steuerung des Ampeldirigenten so zu ertüchtigen, dass die Leichtigkeit des Verkehrs verbessert wird" und was das jeweils koste.

Rotlicht statt grüne Welle: Der Amberger Ampeldirigent muss immer wieder mit dem Verdacht kämpfen, dass er nicht effektiv genug ist. Bild: Hartl
von Markus Müller Kontakt Profil

Dass Handlungsbedarf besteht, unterstrich auch Dieter Amann (SPD): "Der Ampeldirigent ist seit Jahren ein Fiasko." Einen Anteil daran hätten auch die von Fußgängern zu betätigenden Ampeln, die nicht am Dirigenten hängen. Als grundsätzliches Problem hatte Amann ausgemacht, dass die Ampelphasen zu lang seien.

Zur Ehrenrettung des Systems bemerkte OB Michael Cerny, der Ampeldirigent könne zwar sehr viel steuern, "aber er kann den Verkehr nicht wegbringen". Die Menge an Verkehr sei inzwischen einfach zu groß. Für Cerny sind zwei Fragen von Interesse, nämlich ob das System bei durchschnittlichem Verkehr eine grüne Welle schaffe (in den Stoßzeiten sicher nicht) und ob eine Vorrangschaltung für Busse noch nachrüstbar sei. "Es wird aber nie möglich sein, dass alle Straßen eine grüne Welle haben", rief er eine logische Gesetzmäßigkeit in Erinnerung. Die Hauptaufgabe des Ampeldirigenten sei aber ohnehin, die Standzeiten insgesamt zu verringern. Der ÖDP-Antrag soll nach der Prüfung der Verbesserungsmöglichkeiten zu einem Bericht im Bauausschuss führen.

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