07.04.2017 - 20:10 Uhr
Oberpfalz

Fünfeinhalb Jahre nach den sintflutartigen Regenfällen Hochwasserschutz: Gespräche laufen noch

Ammersricht. Im September 2011 haben enorme Wassermassen den Wagrain und Ammersricht sintflutartig überschwemmt. Bei der Jahresversammlung der Aktionsgemeinschaft Wagrain-Ammersricht (AWA) wurde nachgefragt, was sich seitdem in Sachen Hochwasserschutz getan hat. Die fälligen Neuwahlen rückten dabei etwas in den Hintergrund.

Sie wollen auch in den nächsten beiden Jahren aktuelle Themen aus dem Stadtteil Wagrain-Ammersricht angehen. Der Vorstand der Aktionsgemeinschaft (von links): Manfred Lehner, Werner Friedrichs, Erhard Lehner, Alfons Wanninger, Heinz Meinl, Helmut Fritz, Horst Kraus, Gabriele Fritz, Martin Schafbauer und Willi Herdegen. Bild: hae
von Autor HAEProfil

Auskunft erhielten die Mitglieder von Ulrike Höcht vom Liegenschaftsamt der Stadt. Der Grunderwerb gestalte sich unterschiedlich. Es würden laufend Gespräche geführt. Der freiwillige Grunderwerb gehe bis Ende 2017. Dann würde mit dem Planfeststellungsverfahren begonnen. Martin Schafbauer, der in der Kämmerei der Stadt Amberg beschäftigt ist, sieht durchaus gute Chancen, dass rund ein Jahrzehnt nach dem Schadensfall von 2011 der Hochwasserschutz Wirklichkeit wird. Vorsitzender Manfred Lehner erinnerte in seiner Rückschau an die Waldbegehung mit Martin Seits, dem Leiter des Städtischen Forstamtes, an die Exkursion Wasser-Wanderweg und vor allem an die 25-Jahr-Feier der Aktionsgemeinschaft. Der Vortrag von Stadtarchivar Johannes Laschinger über die Geschichte von Ammersricht und Wagrain sowie die Präsentation von 25 Jahre aktives AWA-Wirken seien Erfolge gewesen.

Zügig gingen die Neuwahlen vonstatten, da der bisherige Vorstand komplett wieder antrat.

Danach widmete sich die Versammlung Themen, die angepackt werden sollen. Für mehrere Mitglieder sind die Verkehrssituation Ecke Hammermeisterstraße/Langangerweg (parkende Autos und Bushaltestelle), die Ampelregelung am Lang-angerweg/Bayreuther Straße sowie der Bereich Teichweg/Erlenweg zusammen dem Spielplatz ein Dorn im Auge. Für Manfred Lehner waren diese Anregungen Grund genug, auf den Stadtteilrahmenplan hinzuweisen, der 2001 federführend von der AWA für Wagrain-Ammersricht entwickelt wurde. Da die Stadt derzeit ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept aufstellt, bietet sich nach Meinung von Martin Schafbauer die Möglichkeit, dass die AWA hier einsteigt, um den Stadtteilrahmenplan neu aufleben zu lassen. Eine kleine Arbeitsgruppe wird dazu Kontakt mit dem Baureferat aufnehmen. Die aufgelisteten Verkehrsprobleme möchte die AWA gerne zusammen mit anderen interessierten Gruppen bei einem Ortstermin angehen.

Werner Friedrichs überraschte bei seinem Kurzvortrag über das Landsassengut Neumühle mit der Nachricht, dass dieser Ort bereits im Jahre 1351 urkundlich erwähnt wurde.

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