13.02.2018 - 20:00 Uhr

Gemeinderatsitzung Gde Freudenberg Beitrag zur Schaffung erneuerbarer Energie

Mit der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans für ein "Sondergebiet Photovoltaik-Freiflächenanlage Etsdorf" macht der Gemeinderat Freudenberg einen weiteren Schritt zur Schaffung erneuerbare Energie. Dazu bedarf es einer Änderung des Flächennutzungsplans.

Südöstlich von Etsdorf (links) neben der Autobahn soll auf einem Grundstück eine Photovoltaik-Freiflächenanlage (blau) entstehen. Bild: sche
von Alfred SchornerProfil

Freudenberg. Vorhabensträger ist die BD Solarpark GmbH & Co. KG aus Burglengenfeld. Landschaftsplaner Gottfried Blank zeigte dem Gemeinderat in dessen Sitzung Einzelheiten über das südöstlich von Etsdorf vorgesehene Sondergebiet auf. Die Nutzungsdauer ist auf 30 Jahre begrenzt, um dieses insgesamt 12 193 Quadratmeter große Areal anschließend wieder einer landwirtschaftlichen Nutzung zuzuführen.

Bis zu drei Meter hoch

Auf Nachfrage von Gerhard Dotzler (SPD) informierte der Planer, dass die Solarmodule bis zu drei Meter hoch sind. Eine Einleitung der Energie über die darüber hinweg führende Stromtrasse ist noch mit der Firma Bayernwerk abzuklären. Als Ausgleichsfläche wird der Anlage mit einer Leistungsstärke von 750 Kilowatt Peak eine Obstwiese angegliedert. Der Gemeinderat beschloss die vorzeitige Beteiligung von Öffentlichkeit und Trägern öffentlicher Belange.

Bürgermeister Alwin Märkl informierte das Gremium, das zwischenzeitlich ein Rücklauf von 91 Prozent der Selbstauskunft-Unterlagen zur Einführung der getrennten Abwassergebühr zu verzeichnen sei. Auskunftspflichtige, die noch nicht abgegeben haben, seien angeschrieben worden, für die Rückgabe hätten sie eine Frist von zwei Wochen. "Sollten die Bögen bis dahin nicht zurückgegeben sein, werden alle dargestellten Flächen als einleitende befestigte Flächen in die Datenbank übernommen", kündigte er an. Die Erfassung aller Kosten für die Ermittlung der neuen Gebühren und Beiträge sowie für Verbesserungs- und Erneuerungsbeiträge würden mit dem beauftragten Büro abgeklärt, damit der Gemeinderat den entsprechenden Beschluss wie geplant bis Ende Juni 2018 fassen könne.

Dem Gremium lag ein Antrag von zwei Gewerbetreibenden auf Errichtung von nichtamtlichen braunen Hinweisschildern in der Größe 30 mal 80 Zentimeter an der Einmündung der Ortsstraße Kirchplatz in die Staatsstraße 2399 vor. Grundsätzlich sollte bedacht werden, dass bei einer individuellen Gestaltung von Schildern das Ortsbild beeinträchtigt werde, war sich der Gemeinderat einig. Sollte die Anbringung von Schildern hier gestattet werden, habe die Gemeinde Freudenberg dies auch allen anderen Gewerbetreibenden zu genehmigen.

Um ein geordnetes Ortsbild zu wahren, könnten aus Sicht von Verwaltung und Polizei Schilder mit einheitlichen Größen und Schriftzügen beschafft werden. Ein entsprechendes Konzept sollte mit einer Schilderfirma ausgearbeitet und die interessierten Gewerbetreibenden kontaktiert werden, lautete der Tenor bei der Sitzung. Grundsätzlich war sich der Freudenberger Gemeinderat einig, einheitliche Hinweisschildern zu genehmigen.

Steigende Personal- und Betriebskosten, geänderte Rahmenbedingungen bei der Förderung der Umsatzbegleitung durch das Amt für Ländliche Entwicklung und die Bildung von Rücklagen erfordern bei den Mitgliedsgemeinden der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils/Ehenbach (AOVE) eine Anpassung der Einwohnerumlage. Sie soll ab dem Haushaltsjahr 2018 von 2,56 auf 3,60 Euro angehoben werden. Dies entspricht bei der Gemeinde Freudenberg mit ihren 4200 Einwohnern 15 120 Euro. Der Gemeinderat stimmt dem zu.

Ja zu Bebauungsplänen

Das Gremium erhob gegen die Aufstellung der vorhabenbezogenen Bebauungspläne "Sondergebiet Freiflächen-Photovoltaikanlage Schmidgaden Stocker Holz" und "Sondergebiet Kobelhof-Trisching" samt Änderung der Flächennutzungspläne der Gemeinde Schmidgaden keine Einwände oder Bedenken.

Jugendbeauftragter Christian Drexler (CSU) bot an, das Umfrageergebnis aus der Gemeinde Freudenberg zum politischen Verhalten und der Erziehung der Kinder und Jugendlichen bei einer Sitzung vorzustellen. Der Gemeinderat zeigte sich daran interessiert.

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