29.06.2017 - 14:46 Uhr
Oberpfalz

Geplanter Pioniersteg viel zu teuer Der Eine-Million-Euro-Steg

Die Bewohner des Eisbergs warten schon sehnsüchtig auf den Neubau des Pionierstegs. Die hübsche barrierefreie Verbindung über den Stadtgraben hat nur einen Nachteil: Sie würde in dieser Form als Brückenbauwerk aus rostfreiem Cortenstahl, inklusive Sanierung der Zwingermauer und des Grabenturmes, Erweiterung der Stadtmauerpforte sowie Oberflächengestaltung über eine Million Euro kosten und liegt damit fast 60 Prozent über der bisher dafür geplanten Summe. Am Mittwoch stimmten deshalb die Mitglieder des Bauausschusses dieser Version nicht zu. Sie forderten eine nochmalige Überprüfung anderer Varianten - aus Holz oder Stahl.

Im September 2016 wurde der Pioniersteg abgebrochen, weil er einsturzgefährdet war. Der Neubau verzögert sich jetzt. Die Mitglieder des Bauausschusses stimmten einem barrierefreien Eine-Millionen-Euro-Brückenbauwerk nicht zu. Bild: Wolfgang Steinbacher
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Das dürfte Wasser auf den Mühlen von SPD-Stadtrat Volker Binner sein. Immerhin hatte er schon zu Beginn der Planungen für einen Holzsteg plädiert. Da passte es ganz hervorragend, dass zu Beginn der Sitzung ein Vortrag über Chancen und Möglichkeiten des Holzbaus im kommunalen Bauwesen auf der Tagesordnung stand. Von Schwerlastbrücken "komplett in Holzbauweise" sprach Referent Alexander Schulze vom Cluster Forst und Holz.

Die Planung für den Pioniersteg kam aus dem Architekturbüro Kampik aus München, das auch eine Studie zur Straßen- und Platzgestaltung in der Altstadt vorlegte. Inhaber Andreas Kampik erklärte die Kosten für das Bauwerk unter anderem mit den gestiegenen Stahlpreisen. Die erst genannte Summe, circa 500 000 bis 600 000 Euro, sei von der Verwaltung geschätzt worden, informierte Norbert Füger die Mitglieder. OB Michael Cerny: "Das kann man keinem Menschen verkaufen, dass man eine Kostensteigerung von einem Einfamilienhaus durchwinkt."

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