Gewerbebau wehrt sich gegen Kritik
Neue Münze kurz vor Baugenehmigung

Karlheinz Brandelik mit den Entwürfen für die Fassadengestaltung der Neuen Münze. Der Gewerbebau-Chef ist zuversichtlich, dass die Bauarbeiten noch heuer beginnen. Bild: Uli Piehler
Politik
Amberg in der Oberpfalz
06.07.2017
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Langsam ernährt sich das Eichhörnchen und Schritt für Schritt geht es auch mit dem Projekt Neue Münze voran. Gewerbebau-Chef Karlheinz Brandelik wirbt um Verständnis bei jenen, denen die Wiederbelebung des ehemaligen Kaufhauses Forum in der Bahnhofstraße nicht schnell genug geht. Zusammen mit der gegenüberliegenden Bebauung des Bürgerspitalareals sei die Neue Münze eines der gewaltigsten Vorhaben der jüngeren Stadtgeschichte. "Da sind unzählige rechtliche Vorgaben und Fristen einzuhalten, bevor sich da etwas für alle sichtbar tut."

Die Stadtratssitzung am Montag, 10. Juli, stellt auf dem Weg zur Umsetzung des Projekts einen Meilenstein dar. Segnet das Plenum die vorgelegten Pläne ab, steht einer Baugenehmigung laut Brandelik grundsätzlich nichts mehr entgegen. Er rechnet dann damit, dass er in einigen Tagen oder Wochen den Bescheid in Händen hält. Die Baugenehmigung und ein noch zu erstellendes "abgesichertes Nutzungskonzept" seien später die Voraussetzungen für einen möglichen Verkauf des Komplexes. Im April wurde bereits über ein Interesse des Bürgerspital-Investor Ten Brinke an der Neuen Münze spekuliert (www.onetz.de/1745855). "Der Verkauf das ganzen Projekts war immer schon eine Option", erklärt Brandelik dazu. Zuvor brauche es aber die Baugenehmigung und ein vertraglich gesichertes Nutzungskonzept. "Wir wollen damit sicherstellen, dass die Vorgaben der Stadt hinsichtlich Handel, Dienstleistung und Wohnen eingehalten werden." Läuft alles glatt, gehe er weiter davon aus, dass die Bauarbeiten am ehemaligen Kaufhaus Forum noch heuer beginnen.

Überhaupt nicht einverstanden ist der Gewerbebau-Chef mit Kritik, wie sie Stadtheimatpflegerin Beate Wolters in der vergangenen Sitzung des Bauausschusses geäußert hat (www.onetz.de/1762344) oder die Interessengemeinschaft Menschengerechte Stadt mitunter vertritt.

Die Leerstände in der östlichen Altstadt seien ein riesiges Problem. Es gebe einen eindeutigen Auftrag des Stadtrates, die Entwicklung in der Bahnhofstraße voranzutreiben. Brandelik: "An welcher Stelle haben die Kritiker in den letzten 14 Jahren positiv dazu beigetragen, den Verfall der Oststadt aufzuhalten?" Vorwürfe, die Gewerbebau handle profitorientiert, weist Brandelik zurück. "Die Wirtschaftsförderung handelt hier nicht aus Eigeninteresse, sondern in Verantwortung für unsere schöne Stadt als Handelsstandort und mit Auftrag des Stadtrates."

An welcher Stelle haben die Kritiker in den letzten 14 Jahren positiv dazu beigetragen, den Verfall der Oststadt aufzuhalten?Karlheinz Brandelik
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