Im November fällt Enscheidung in Eglseer Straße
Der vermisste Zebrastreifen

An dieser Stelle konnten bis vor kurzem die Fußgänger sicher die Eglseer Straße überqueren. Seit der Kanalsanierung ist der Zebrastreifen allerdings verschwunden. Bild: Wolfgang Steinbacher
Politik
Amberg in der Oberpfalz
11.09.2017
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Als es ihn noch gab, wirkte er sehr beruhigend auf den Straßenverkehr. Heute rauschen die Autos mit ungebremster Geschwindigkeit an wartenden Kinder und alten Leute vorbei. Der Zebrastreifen an der Eglseer Straße muss wieder her, fordert Stadtrat Dieter Amann (SPD) seit Monaten.

Wenn am  Dienstag die Schule anfängt, strömen die Kinder wieder zuhauf aus dem zugehörigen Sprengel der Max-Josef-Schule zu. Viele von ihnen kommen zum Beispiel von der Katharinenhöhe. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad absolvieren die meisten von ihnen ihren alten oder neuen Schulweg. Bisher konnten sie das auch relativ sicher tun. Zumindest, was die Querung der Eglseer Straße angeht. Denn bis vor einige Zeit gab es zwischen dem Getränkemarkt und der ehemaligen Sparkasse einen Zebrastreifen.

Doch der ist seit einigen Monaten verschwunden. Als nämlich im Zuge der Kanalsanierung auch die Fahrbahn erneuert worden ist, wurden anschließend die weißen Streifen nicht mehr aufgemalt. Warum? Darüber herrscht einigermaßen Unklarheit. Und auch die Frage, ob er jemals wieder in Betrieb genommen wird, ist noch nicht entschieden. "Es ist nicht so, dass es feststeht, dass er wieder kommt", sagt auf Nachfrage die städtische Pressesprecherin Susanne Schwab.

Zunächst soll nämlich überprüft werden, ob die Zahlen noch einen Zebrastreifen rechtfertigen - also die Anzahl der Autos, die in der Eglseer Straße fährt und die Menge der Fußgänger, die die Straße an dieser Stelle queren. Es wird also erst einmal gezählt und dann entschieden. Am 15. November soll der Verkehrsausschuss in seiner Sitzung dann festlegen, ob der Zebrastreifen wieder aufgemalt werden darf.

Dass die Entscheidung pro oder kontra nicht von den bloßen Zahlen abhängt, haben die Stadträte aber vor einiger Zeit in der Kennedystraße bewiesen. Dort gab es gleich mehrere Faktoren, die gegen einen Zebrastreifen sprachen - er wurde trotzdem angelegt. Bis November will Stadtrat Dieter Amann (SPD), der im Katharinenviertel wohnt, nicht warten. "Der Zebrastreifen gehört da wieder hin", sagt er und kündigt einen erneuten Antrag in diese Richtung an. "An dieser Stelle müssen Kinder und alte Leute über die Straße - und das ganz unabhängig von irgendwelchen Zahlen", so sagt er.
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