30.07.2013 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Joachim von Kölichen als neuer Pfarrer in der Paulanergemeinde eingeführt - "Besondere Aufgabe" Reiche Erfahrungen einbringen

Bei einem Festgottesdienst führte Dekan Karlhermann Schötz Joachim von Kölichen feierlich in sein Amt als neuer Pfarrer der Paulanergemeinde in der voll besetzten Paulanerkirche ein. Die musikalische Gestaltung übernahmen die Kantorei unter der Leitung von Kerstin Schatz und der Posaunenchor unter Rudolf Bär.

Dekan Karlhermann Schötz (links) führte Joachim von Kölichen (Mitte) in sein Amt als Pfarrer der Paulanergemeinde mit dem Geistlichen Manfred Benz und dem Vertrauensmann des Kirchenvorstandes, Dr. Ludwig Fischer von Weikersthal, (von links) ein. Bild: ads
von Adele SchützProfil

Als freudigen Tag bezeichnete Pfarrer Roland Böhmländer den Tag der Amtseinführung. Dekan Karlhermann Schötz zeigte sich erfreut, dass nach nur fünfmonatiger Vakanz die Pfarrstelle neu besetzt werden könne. Er erinnerte sich an die Worte des neuen Pfarrers Joachim von Kölichen, dass es ihm darauf ankomme, "dass man uns Christen anmerkt, dass wir erlöst und befreit sind".

Er machte darauf aufmerksam, dass die Paulanergemeinde gewachsen sei, gleichzeitig musste und muss sie aber mit weniger Personal auskommen. "Allein das ist schon eine besondere Aufgabe, nicht nur für den ersten Pfarrer", betonte Schötz. Er folgerte aus einem Psalm, dass die offene Rede in der Freiheit eines Christenmenschen sowie das mündige, selbstverantwortliche Priestertum aller Glaubenden kämpferisches Potenzial habe.

Treue statt Taktiererei

Es sei seiner Meinung nach widerständig, aber es gestalte auch Gesellschaften, stellte der Geistliche fest. "Luther hat beides für uns wiederentdeckt und gegen alle stark gemacht, die solche Stimmen mit Macht zum Schweigen bringen wollen", erläuterte Schötz. Der Psalmist rede auch von der Treue, nicht von den Trends und menschlicher Taktiererei. "Dazu gehört die Erkenntnis, nicht aus sich selbst zu leben, sondern darum zu wissen, dass ich das Leben geschenkt bekommen habe und vor allem, dass das, was ich habe, geliehen ist", betonte Dekan Schötz.

Der Geistliche freute sich, dass von Kölichen seine reichen Erfahrungen nun in der Oberpfalz in die Paulanergemeinde einbringen werde. Er machte bewusst, der Psalmist akzeptiere "das Sein, die eigene Begrenztheit, unser Angewiesensein und unsre Versöhnungsbereitschaft, doch durch das Du Gottes, des Schöpfers, Versöhners und Befreiers werde das eigene Denken, Reden und Handeln zu einem sinnvollen und bescheidenen, zu einem gefragten und wertvollen Beitrag zum Miteinander, so dass Gaben zu Aufgaben werden, um Gemeinde, Alltag und Gesellschaft zu gestalten". Da das nicht alleine gehe, werde Joachim von Kölichen nun in das Amt des Pfarrers eingeführt.

Der Amtseinführung von Joachim von Kölichen folgte seine Auslegung der Heiligen Schrift nach Jeremia. Er erläuterte drei Methoden, wie man jemanden bewegt sich zu ändern: Macht, Vertrauen und Verständigung. Den Unterschied in der Wirksamkeit der drei Wege, Menschen zu verändern, bestehe nach seinen Aussagen in der Zuverlässigkeit: "Macht lässt sich durchsetzen, Vertrauen muss entstehen, und Verständigung entsteht vielleicht und leider realistischerweise seltener als uns lieb wäre. Und so kommt die Änderungsfähigkeit von uns Menschen als ein Dreiklang daher oder eher als Entwicklung von Angst vor äußerem Druck über Vertrauen trotz Unverständlichkeit hin zu echter Überzeugung aus Liebe".

"Wird die Welt besser"

"Wenn wir so überzeugt und überzeugend hören und reden und handeln, dann werden wir, dann wird die Welt, so wie sie gemeint ist, nicht nur gut, sondern besser", schloss der neue Pfarrer von Paulaner.

Dem Festgottesdienst in der Paulanergemeinde folgte der Begegnungsnachmittag im Gemeindehaus, bei dem Bürgermeister Rudolf Meier für die Stadt, Richard Gaßner als Vertreter des Landkreises, Vertrauensmann des Kirchenvorstandes, Dr. Ludwig Fischer von Weikersthal, und Pfarrer Franz Meiler von der katholischen Seite gratulierten.

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