Jugendhilfeausschuss entscheidet über Familienstützpunkt
Interessent gesucht

Familien-Stützpunkte verstehen sich als niedrigschwellige und wohnortnahe Kontakt- und Anlaufstellen, die konkrete Angebote der Eltern- und Familienbildung vorhalten und mit anderen Einrichtungen gut vernetzt sind. Sie bieten für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Familien je nach Alter des Kindes und Familiensituation geeignete, passgenaue Hilfen an. Familien-Stützpunkte sollen an bestehende Einrichtungen vor Ort angegliedert werden. Zwei solcher Familien-Stützpunkte sollen nun auch in Amberg geschaffen werden. Der eine wird an das Mehrgenerationenhaus Elternschule angegliedert, für den zweiten sucht die Stadt noch einen Träger.

Bereits im Frühjahr fand eine Ausschreibung für diese Einrichtungen nur einen einzigen Bewerber: die Elternschule. Hier, so beschloss jetzt der Jugendhilfeausschuss, wird künftig ein solches Angebot geschaffen. "Das Mehrgenerationenhaus ist durch seine bereits bestehenden, vielfältigen Angebote im Bereich der Familienbildung geeignet als Träger eines Familien-Stützpunkts", führte Sozialreferent Harald Knerer-Brütting im Ausschuss aus. Von daher sei es keine Frage, der Elternschule den Zuschlag für den einen Stützpunkt zu geben, so die Auffassung, die das Gremium teilte. Allerdings gab es keine zweite Bewerbung. Nun soll nach dem Willen der Steuerungsgruppe im Jugendamt noch einmal an die möglichen Träger herangegangen werden - ideal wäre wohl ein Standort im Dreifaltigkeitsviertel.

Aus dem AusschussDer Bund bietet derzeit ein Programm an, das den Kita-Einstieg für Kinder von Flüchtlingen erleichtern und unterstützen soll. Die Stadt Amberg hat nach Aussage von Sozialreferent Harald Knerer-Brütting ein Interesse daran bekundet. 335 Kinder unter sechs Jahren seien in den vergangenen 24 Monaten nach Amberg gekommen - und viele geblieben, sagte Knerer zur Begründung. Derzeit werden bereits 42 Kinder in Kitas betreut, 33 Asylbewerber stehen auf den Wartelisten. Dafür wird eine Koordinierungsstelle geschaffen, die zum größten Teil aus Bundesmitteln finanziert wird. Der städtische Anteil liege bei 15 000 Euro. (ass)
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