19.10.2017 - 17:52 Uhr
Oberpfalz

Klinikum bekommt für zehn Millionen Euro eine neue Notaufnahme Baustelle bei laufendem Betrieb

Es geht an den Innenausbau auf der Baustelle der neuen Notaufnahme des Klinikums St. Marien. Noch hängen Kabel aus den Decken, demnächst rückt der Maler an. Im Frühjahr 2018 soll der erste Bauabschnitt beendet sein - mit etwas Verzögerung, wie Klinikvorstand Manfred Wendl berichtet.

Es geht an den Innenausbau der neuen Notaufnahme des Klinikums St. Marien. Bilder: Steinbacher (2)
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Auf dem Gelände des St.-Marien-Klinikums passiert seit Monaten so einiges. Im Fokus steht der Neubau der Notaufnahme. "Im Großen und Ganzen sind wir mit den Fortschritten zufrieden", sagt Klinikumsvorstand Manfred Wendl. Da allerdings "einige Firmen nicht so verfügbar waren, wie wir uns das gewünscht hätten, hat sich der erste Bauabschnitt etwa um acht Wochen verzögert". An der Baustelle der Klinik sei es eben so wie an vielen anderen auch: "Wer im Moment baut, wartet." Stand jetzt soll der erste Bauabschnitt im Februar beziehungsweise März 2018 fertig sein. Die Kosten bleiben mit 9,84 Millionen Euro im Rahmen, sagt Wendl.

Wichtig für die künftigen Patienten der Notaufnahme dürfte sein, dass es drei verschiedene Zugänge zum Gebäude gibt: für Liegendkranke, Patienten, die gehen können, und Personen, die mit dem Hubschrauber zur Klinik geflogen werden. Das Herzstück der Notaufnahme bildet der Stützpunkt der Krankenschwestern in der Mitte. "Wir haben versucht, einen zentralen Knotenpunkt zu errichten", berichtet Dennis-Bastian Trage von der Bauverwaltung des Krankenhauses. Alle Wege führen dorthin und "er ist von allen Seiten her gut erreichbar".

Isolierzimmer am Eingang

Um diese Station angeordnet sind ein großer Wartebereich, Behandlungszimmer (diese verdoppeln sich von bisher 11 auf 22), ein Schockraum sowie sogenannte Triage-Räume. Dort wird eine Einschätzung von Ärzten vorgenommen, wie schwer die Erkrankung des Patienten ist und welche Hilfe er benötigt. Neu ist außerdem ein Isolierzimmer direkt am Eingang der Notaufnahme. Anders als bisher können hier Patienten, bei denen nicht klar ist, was ihnen fehlt und wie ansteckend die Krankheit ist, sofort von Wartenden abgetrennt werden. Sinnvoll ist das zum Beispiel im Winter, wenn es viele Fälle des Norovirus geben kann. Das Schwierige an den Umbau- beziehungsweise Neubauarbeiten ist, dass die Baustelle während des laufenden Betriebs vorhanden ist. "Wir können ja nicht eine ganze Woche die Notaufnahme schließen", erklärt Trage. Daher wird im Moment Wand an Wand verputzt und tapeziert - nebenan untersucht ein Arzt in der alten Notaufnahme.

"Wir müssen hier die Arbeiten komplett beenden, dann kommt eine Interimslösung, indem wir die bisherige Notaufnahme in die neuen Räume umziehen lassen." Erst dann geht es mit dem Umbau des Altbestands los. Noch hängen Kabel aus der Decke, die Bodenbeläge sind fast fertig, bald kommt der Tapezier- und Malermeister an die Reihe, um die Räume wohnlich zu machen. "Es sind Restarbeiten, die noch zu erledigen sind", erklärt Trage. Dann startet der zweite Bauabschnitt. Nach der kompletten Fertigstellung der Notaufnahme wird die bisherige Nutzfläche von 388 Quadratmeter auf 840 Quadratmeter erweitert. "Wir haben die Vergrößerung auch deutlich gebraucht", sagt der Leiter der Bauverwaltung. "Denn die Zahl der in der Notaufnahme zu versorgenden Patienten steigt kontinuierlich an."

Überdachung seit Mai

Bereits seit Mai sind die Überdachung und Ertüchtigungsarbeiten der Einfahrt für Rettungswagen zur Wiltmaisterstraße hin fertig. Die Überdachung hatte vor allem zwei Gründe, wie Trage erklärt: "Die Patienten werden bei Regen nicht mehr nass und im Winter ist die Zufahrt schneefrei. Eine Erleichterung für die Fahrer von Rettungswagen. Außerdem haben wir zum Wohl der Anwohner Schnell-Lauftore verbaut. Dadurch soll die Lärmbelästigung geringer werden."

Wir haben die Vergrößerung deutlich gebraucht.Dennis-Bastian Trage von der Bauverwaltung
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